Frik/Just/Neumann-Redlin, A... / 3.2 Räumlicher Geltungsbereich
 

Rz. 12

Das Verbot des § 9 gilt für eine Beschäftigung im Gebiet der Bundesrepublik Deutschland. Nach dem Territorialitätsprinzip ist stets das Recht des jeweiligen Arbeitsortes maßgebend. Dies ist im Hinblick auf die unterschiedlichen Feiertagsregelungen in den einzelnen Bundesländern von Bedeutung. Wird am Arbeitsort ein gesetzlicher Feiertag begangen, so dürfen dort auch Arbeitnehmer aus anderen Bundesländern, in denen dieser Tag kein gesetzlicher Feiertag ist, nicht beschäftigt werden. Dagegen dürfen Arbeitnehmer des Bundeslandes, in dem ein gesetzlicher Feiertag begangen wird, in einem anderen Bundesland, in dem dieser Tag kein Feiertag ist, beschäftigt werden. Übt der Arbeitnehmer seine Tätigkeit im Home-Office aus, so muss er nicht arbeiten, wenn an seinem Wohnort ein Feiertag begangen wird.

 

Praxis-Beispiel

Ein Arbeitnehmer wohnt in Mannheim, arbeitet aber in Frankfurt. Am 1.11. (Allerheiligen) muss er arbeiten, obwohl dieser Tag an seinem Wohnort in Baden-Württemberg ein Feiertag ist, da er seine Tätigkeit in Hessen ausübt.

Sein Kollege und Nachbar, der in einem Home-Office in seinem Haus in Mannheim arbeitet, kann dagegen den Feiertag in Baden-Württemberg arbeitsfrei genießen.

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