Essenmarke / 5 Umwandlung von Barlohn zugunsten von Essenmarken

Verzichtet der Arbeitnehmer zugunsten von Essenmarken auf ihm zustehenden Barlohn, so wird die Minderung des Barlohns steuerlich anerkannt, wenn der Arbeitsvertrag entsprechend geändert wird. In diesem Fall unterliegt der gekürzte Barlohn zuzüglich des Sachbezugswerts dem Lohnsteuerabzug bzw. der anstelle anzusetzende Verrechnungswert der Essenmarken, wenn der Wert der Essenmarke 6,50 EUR in 2020 übersteigt (Sachbezugswert 3,40 EUR + 3,10 EUR).

Verzichtet der Arbeitnehmer ohne Änderung des Arbeitsvertrags zugunsten von Essenmarken auf ihm zustehenden Barlohn, so führt dies zu keiner Minderung des steuerpflichtigen Arbeitslohns. Der Betrag in Höhe des Verzichts (um den sich der ausgezahlte Lohn verringert) ist als Entgelt für die Mahlzeit bzw. Essenmarke anzusehen und deshalb vom steuerpflichtigen Sachbezugswert bzw. Verrechnungswert der Essenmarke abzuziehen.[1]

 
Praxis-Beispiel

Barlohn umwandeln kann sich lohnen

Der Arbeitgeber gibt dem Arbeitnehmer in 2020 monatlich 15 Essenmarken. Aufgrund der Essenmarkengestellung ist im Arbeitsvertrag der Barlohn von 3.600 EUR um 60 EUR auf 3.540 EUR herabgesetzt worden.

Ergebnis: Beträgt der Verrechnungswert der Essenmarken jeweils 5 EUR (Sachbezugswert von 3,40 EUR ist nicht um 3,10 EUR überschritten), ist dem Barlohn von 3.540 EUR der Wert der Mahlzeit mit dem Sachbezugswert von insgesamt 51,00 EUR hinzuzurechnen (15 Essenmarken × 3,40 EUR).

Beträgt der Verrechnungswert der Essenmarken mehr als 6,50 EUR (z. B. 6,60 EUR), ist dem Barlohn von 3.540 EUR der Verrechnungswert der Essenmarken von insgesamt 97,50 EUR hinzuzurechnen (15 Essenmarken × 6,50 EUR).

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