Die Meisterprüfung im Handwerk / 4.1 Rücktritt, Nichtteilnahme

Der Prüfling kann von jedem Teil der Meisterprüfung bis zum Beginn der Prüfung durch schriftliche Erklärung von der Prüfung zurücktreten.[1] Dieser Teil der Prüfung gilt dann als nicht abgelegt.

Tritt der Prüfling nach Beginn der Prüfung von diesem Prüfungsteil zurück, gilt dieser Prüfungsteil als nicht bestanden.[2] Die gleiche Rechtsfolge "nicht bestanden" tritt ein, wenn der Prüfling nicht oder nicht rechtzeitig zur Prüfung erscheint, ohne dass ein wichtiger Grund vorliegt. Nur wenn ein wichtiger Grund vorliegt, wird die Prüfung als "nicht abgelegt" bewertet. Er ist unverzüglich (§ 121 BGB) mitzuteilen und nachzuweisen.[3] Hierüber entscheidet dann der MPA.

Was als "wichtiger Grund" anzusehen ist, besagt die Verordnung nicht. Insofern dürften die Maßstäbe des Arbeitsrechts anzuwenden sein, wonach eine akute Erkrankung des Prüflings, ggf. eine Erkrankung im Familienkreis (alleinerziehende Mutter) ebenso gelten wie plötzliche Todesfälle in der Familie und Verkehrsunfälle auf dem Weg zur Prüfung.

[1] § 7 Abs. 1 MPVerfVO.
[2] § 7 Abs. 2 MPVerfVO.
[3] § 7 Abs. 3 Satz 1 MPVerfVO.

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