Betriebliche Altersversorgung / 7.1 Verpflichtender Arbeitgeberbeitrag im Rahmen der Höchstgrenze kein Arbeitsentgelt

Der oben genannte Arbeitgeberbeitrag zählt zu den Aufwendungen für die betriebliche Altersversorgung, die in der Sozialversicherung insgesamt nur bis zur Höhe von 4 % der Beitragsbemessungsgrenze der allgemeinen Rentenversicherung (2020: 3.312 EUR jährlich, 276 EUR monatlich) kein beitragspflichtiges Arbeitsentgelt darstellen.

 
Praxis-Beispiel

Arbeitgeberzuschuss zur betrieblichen Altersversorgung

Der Arbeitnehmer A ist seit dem 1.1.2016 beschäftigt. Sein monatliches Arbeitsentgelt beträgt 3.000 EUR. Bei Beschäftigungsbeginn hat sein Arbeitgeber für ihn eine kapitalgedeckte Direktversicherung abgeschlossen. Der monatliche Beitrag beträgt 100 EUR und wird durch Entgeltumwandlung vom Arbeitnehmer finanziert. Derselbe Sachverhalt liegt auch bei Arbeitnehmer B vor. Er ist allerdings erst seit dem 1.1.2020 bei dem Arbeitgeber beschäftigt.

Ergebnis: Der Beitrag zur Finanzierung der Direktversicherung in Höhe von 100 EUR monatlich stellt kein sozialversicherungsrechtliches Arbeitsentgelt dar. Sozialversicherungsbeiträge sind daher nur von 2.900 EUR zu entrichten. Insoweit spart auch der Arbeitgeber die Arbeitgeberanteile am Gesamtsozialversicherungsbeitrag. Arbeitgeber A ist vom 1.1.2022 an verpflichtet, zusätzlich zu den 100 EUR des Arbeitnehmers 15 EUR monatlich (15 % von 100 EUR) an die Direktversicherung abzuführen. Bei Arbeitnehmer B besteht die Verpflichtung, bereits ab dem 1.1.2020 den Arbeitgeberzuschuss zu leisten. Da die Aufwendungen zusammen jeweils mit 115 EUR die Höchstbeträge nicht übersteigen, ist auch der zusätzliche Arbeitgeberbeitrag in Höhe von 15 EUR kein beitragspflichtiges Arbeitsentgelt.

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