Betriebliche Altersversorgung / 1.2.4 Besteuerung der Versorgungsleistungen

Leistungen, die bei Eintritt des Versorgungsfalls (Alter, Tod oder Invalidität) oder ggf. bei einer Abfindung der Versorgungsanwartschaft zur Auszahlung kommen, werden als sonstige Einkünfte[1] im Rahmen der Einkommensteuerveranlagung des ehemaligen Arbeitnehmers versteuert. Der Umfang der Besteuerung in der Leistungsphase richtet sich nach der steuerlichen Behandlung der Beiträge in der Ansparphase:

  • Soweit die Versorgungsleistungen auf steuerfreien Beiträgen beruhen oder durch Altersvorsorgezulage bzw. den zusätzlichen Sonderausgabenabzug gefördert wurden (= "geförderte Beiträge"), unterliegen die Leistungen stets in vollem Umfang der nachgelagerten Besteuerung.[2]
  • Wurden die Beiträge dagegen pauschal oder individuell versteuert (= "nicht geförderte Beiträge"), sind Rentenzahlungen regelmäßig nur mit dem Ertragsanteil steuerpflichtig. Auch Kapitalzahlungen führen nicht in voller Höhe zu steuerpflichtigen Einkünften.[3]

Zur Sicherstellung der Besteuerung der Leistungen aus einer Direktversicherung, einem Pensionsfonds und einer Pensionskasse im Rahmen der Einkommensteuerveranlagung dient das Rentenbezugsmitteilungsverfahren. Art und Höhe der steuerpflichtigen Einkünfte werden dabei der Finanzverwaltung von den Versorgungseinrichtungen elektronisch übermittelt. Der Steuerbürger erhält ebenfalls eine Leistungsmitteilung von der Versorgungseinrichtung für die Anlage R-AV/bAV in seiner Einkommensteuererklärung.[4]

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