Das Miteinander im Unternehmen – also insbesondere Führung und Zusammenarbeit – stehen in einer starken Wechselwirkung mit der Kultur eines Unternehmens.[14] Ändert sich also mit einem neuen Verständnis von Arbeit der Anspruch an Leistung und auch an Zusammenarbeit im Unternehmen, so wird dies auch die Kultur verändern. Ein gemeinsames Verständnis von Zusammenarbeit bei Mitarbeitern, Führungskräften und der Unternehmensführung trägt somit wesentlich zur Kulturbildung und Festigung bei. Neue Formen der Arbeit sind vor allem durch ein Miteinander und Vernetzung geprägt. Die Basis hierfür ist Vertrauen. In Unternehmen könnte daher ein Kulturwandel in Richtung starker Vertrauenskultur erforderlich sein. Dies bedeutet, dass der Faktor Unternehmenskultur für den Wandel der Arbeitskultur und das Selbstverständnis der Mitarbeiter zunehmend an Bedeutung gewinnt. Meistens kommt hier Führungskräften und Unternehmensleitung eine herausragende Rolle und Vorbildfunktion zu, denn ›Kultur wird durch Handlungen und Entscheidungen geprägt‹. Will man eine Unternehmenskultur bewusst kreieren oder verändern, braucht es neue Impulse. Eine veränderte Arbeitswelt macht demnach auch eine andere – ggf. auch eine neue – Unternehmenskultur notwendig. Sofern sich Unternehmen den Ansprüchen von neuen Arbeitsformen öffnen wollen, werden sie sich ebenfalls mit ihrer Kultur auseinandersetzen müssen.[16]

[14] Hofert, Das agile Mindset, Springer Gabler, 2018; EY Studie Black Box Mittelstand, 2018; Rump, Weitreichender Kulturwandel, AIB 16, 35 ff.
[16] Siehe auch Hackl/Wagner/Attmer/Baumann, NewWork: Auf dem Weg zur neuen Arbeitswelt, Springer Gabler 2017.

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