Abwicklung eines Jugendfrei... / Zusammenfassung
 
Überblick

Die Teilnehmer an einem Jugendfreiwilligendienst (sowohl im freiwilligen sozialen als auch im freiwilligen ökologischen Jahr) leisten ihre Hilfstätigkeiten im Rahmen eines abhängigen Beschäftigungsverhältnisses, weil sich die Helfer weisungsgebunden in die Einsatzstellen eingliedern. Die ihnen gewährten Bezüge sind beitragspflichtiges Arbeitsentgelt und zwar unabhängig davon, ob sie ihnen als Barlohn (Taschengeld) oder als Sachbezug (Verpflegung, Unterkunft) gewährt werden. Lohnsteuerrechtlich bestehen für die Bezüge und Vergütungen keine Besonderheiten. Sie gehören zu den Einkünften aus nichtselbstständiger Arbeit.

Neben den grundsätzlichen Regelungen des Jugendfreiwilligendienstgesetzes befasst sich dieser Beitrag mit den versicherungs- und beitragsrechtlichen Besonderheiten.

 
Gesetze, Vorschriften und Rechtsprechung

Lohnsteuer: Lohnsteuerrechtlich sind die allgemeinen Arbeitgeber- und Arbeitnehmerpflichten anzuwenden und zu beachten. Die Pflichten des Arbeitgebers regeln § 38 EStG sowie die dazugehörenden R 38.138.5 LStR und H 38.138.5 LStH. Was zu den Einkünften aus nichtselbstständiger Arbeit gehört, regeln § 19 Abs. 1 EStG, R 19.3-19.7 LStR sowie die zugehörigen H 19.3-19.7 LStH. Für die Lohnsteuererhebung sind die Steuerbefreiungen des § 3 Nr. 5 Buchst. f EStG zu beachten.

Sozialversicherung: Das freiwillige soziale und das freiwillige ökologische Jahr werden nach dem Gesetz zur Förderung von Jugendfreiwilligendiensten (JFDG) unter bestimmten Voraussetzungen gefördert. Die sozialversicherungsrechtliche Beurteilung orientiert sich an den für Arbeitnehmer geltenden Regelungen.

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