Mit Deskbikes wider den Bewegungsmangel
Der innovative Ersatz zum klassischen Bürostuhl erinnert an einen Fahrradheimtrainer. Mitarbeiter können so während ihrer Tätigkeit am Schreibtisch in die Pedale treten und ihre Fitness verbessern.
Bewegungsmangel: Hauptgrund für krankheitsbedingte Fehlzeiten
Nach einem Report der Deutschen Krankenversicherung aus dem Jahr 2015 sitzen die Deutschen im Schnitt siebeneinhalb Stunden am Tag. Dieser Bewegungsmangel führt häufig zu Herz-Kreislauf-Problemen, Diabetes, Übergewicht und insbesondere zu Muskel-Skelett-Erkrankungen – auch bei der Telekom einer der Hauptgründe für krankheitsbedingte Fehlzeiten. Um dem entgegenzuwirken, hat das Unternehmen jetzt die Initiative für mehr Bewegung im Arbeitsalltag gestartet.
Deskbike überzeugt die Mitarbeiter
Im Rahmen einer sechswöchigen Pilotphase testeten 60 Mitarbeiter am Standort Köln verschiedene mobile Bewegungsgeräte. Am besten überzeugt hat das Deskbike: „Macht Spaß“, „Man fühlt sich gut und wohl“, „Bitte mehr davon“ – so die Resonanz der Probanden. Die Telekom hörte jedoch nicht nur auf das Urteil der Nutzer, sondern ließ die Pilotphase durch eine gemeinsame Studie der Berufsgenossenschaft Verkehr, des Instituts für Arbeitsschutz der Deutschen gesetzlichen Unfallversicherung und der Deutschen Sporthochschule Köln begleiten. Die Wissenschaftler untersuchten dabei nicht nur die Akzeptanz und das Wohlbefinden der Probanden, sondern auch physiologische Aktivitätskennwerte, Energieumsätze und Körperhaltungen.
Wer sich bewegt, leistet mehr
Fazit: Die Nutzer hatten nicht nur Spaß, auch die mentale Aktivität stieg durch die Bewegung an. Dazu mussten die Probanden keineswegs den ganzen Tag strampeln: Ideal ist es, zwei- bis dreimal täglich für 15 bis 20 Minuten zu treten, sagen Experten. Weiterer positiver Nebeneffekt: Die Mitarbeiter verbrauchten beim Radeln mehr Kalorien als bei einer rein sitzenden Tätigkeit. „Das Ergebnis hat uns überzeugt“, sagt Dr. Anne-Katrin Krempien, Leiterin Health & Safety Management der Telekom. „Die Deskbikes in Hamburg und Bonn sind daher erst der Anfang. Wir wollen die Geräte ab 2017 auch Mitarbeitern an weiteren nationalen und internationalen Standorten der Telekom zur Verfügung stellen.“
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