Eingruppierung – Entgeltord... / 17.2.6 Praxisanleiter

Die Eingruppierung der Praxisanleiter in der Pflege mit berufspädagogischer Zusatzqualifikation nach bundesrechtlicher Regelung, die mindestens zur Hälfte ihrer Gesamtarbeitszeit eine entsprechende Tätigkeit ausüben, erfolgt in Entgeltgruppe P 8 Fg. 2.

Werden die Aufgaben von Praxisanleitern mit einem geringeren zeitlichen Umfang als 50 % der Gesamttätigkeit ausgeübt, hat die Ausübung dieser Tätigkeit keine Auswirkung auf die Eingruppierung.

Nach § 2 Abs. 2 der Ausbildungs- und Prüfungsverordnung für die Berufe in der Krankenpflege (KrPflAPrV)[1] stellen die Einrichtungen der praktischen Ausbildung die Praxisanleitung der Schüler nach § 4 Abs. 5 Satz 3 des Krankenpflegegesetzes durch geeignete Fachkräfte sicher. Aufgabe der Praxisanleitung ist es, die Schüler schrittweise an die eigenständige Wahrnehmung der beruflichen Aufgaben heranzuführen und die Verbindung mit der Schule zu gewährleisten. Zur Praxisanleitung geeignet sind nach § 2 Abs. 2 Satz 4 KrPflAPrV Personen, die über eine Berufserfahrung von mindestens 2 Jahren sowie eine berufspädagogische Zusatzqualifikation im Umfang von mindestens 200 Stunden verfügen.

Auch nach § 2 der Ausbildungs- und Prüfungsverordnung für den Beruf des Altenpflegers (Altenpflege-Ausbildungs- und Prüfungsverordnung – AltPflAPrV)[2] stellt die ausbildende Einrichtung für die Zeit der praktischen Ausbildung die Praxisanleitung des Schülers durch eine geeignete Fachkraft (Praxisanleiter) auf der Grundlage eines Ausbildungsplans sicher. Geeignet ist

  1. ein Altenpfleger oder
  2. eine Krankenschwester oder ein Krankenpfleger

mit mindestens 2-jähriger Berufserfahrung in der Altenpflege und der Fähigkeit zur Praxisanleitung, die i. d. R. durch eine berufspädagogische Fortbildung oder Weiterbildung nachzuweisen ist. Aufgabe der Praxisanleitung ist es, den Schüler schrittweise an die eigenständige Wahrnehmung der beruflichen Aufgaben heranzuführen und den Kontakt mit der Altenpflegeschule zu halten.

 
Hinweis

Landesrechtlich ist in den Bundesländern Bayern, Hamburg, Hessen, Rheinland-Pfalz, Saarland, Sachsen und Thüringen eine berufliche Weiterbildung geregelt.

[1] Ausbildungs- und Prüfungsverordnung für die Berufe in der Krankenpflege vom 10.11.2003 (BGBl I S. 2263), zuletzt geändert durch Art. 33 des Gesetzes vom 18.4.2016 (BGBl I S. 886).
[2] Altenpflege-Ausbildungs- und Prüfungsverordnung vom 26.11.2002 (BGBl I S. 4418), zuletzt geändert durch Art. 35 des Gesetzes vom 18.4.2016 (BGBl I S. 886).

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