DRK-TV / 2.13.8 Überstunden

In § 13 Abs. 8 DRK-TV ist der Begriff der Überstunde eigens definiert. Hier heißt es:

"Überstunden sind die auf Anordnung des Arbeitgebers geleisteten Arbeitsstunden, die über die im Rahmen der regelmäßigen Arbeitszeit eines Vollbeschäftigten gemäß § 12 Abs. 1 für die Woche dienstplanmäßig bzw. betriebsüblich festgesetzten Arbeitsstunden hinausgehen und nicht bis zum Ende der folgenden Kalenderwoche ausgeglichen werden."

Freiwillig geleistete Arbeitsstunden scheiden daher als Überstunden aus. Der Arbeitgeber hat allerdings beim Anordnen von Überstunden die in den Arbeitsschutzgesetzen vorgeschriebenen Höchstarbeitszeiten zu beachten.

Die Festlegung auf das Ende der folgenden Kalenderwoche bedeutet, dass der Ausgleich sich nach dem Kalender bestimmt. Wird also die zusätzliche Arbeitszeit an einem Donnerstag geleistet, muss diese bis zum Sonntag der darauffolgenden Woche im Wege der Arbeitszeitverkürzung ausgeglichen sein, damit keine Überstunden entstehen.

 
Praxis-Beispiel

Die zusätzliche Arbeitszeit von einer Stunde wird an einem Donnerstag geleistet. Bis zum Sonntag der darauf folgenden Woche muss eine entsprechende Arbeitszeitverkürzung an einem anderen Tag erfolgen, um die Entstehung einer Überstunde zu vermeiden. Wird die zusätzliche Arbeitszeit an einem Sonntag geleistet, steht ebenfalls ein Zeitraum bis zum Sonntag der darauf folgenden Kalenderwoche zur Verfügung, um die Zuschlagspflichtigkeit dieser Stunde nach § 14 Abs. 2 a DRK-TV zu vermeiden. Im Ergebnis umfasst der Ausgleichszeitraum dann also lediglich sieben Kalendertage, da die Kalenderwoche von 00.00 Uhr am Montag bis 24:00 Uhr am Sonntag dauert.

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