Suspendierung vom Unterricht wegen Vandalismus-Video im Klassenchat gerechtfertigt
Der Schüler wandte sich mit einem Eilantrag gegen den Unterrichtsausschluss. Er machte geltend, der Vorfall sei zwar mit seinem Mobiltelefon gefilmt worden, aber nicht von ihm selbst. Außerdem missbillige er das Verhalten seines Mitschülers und habe das Video nur auf Bitten weiterer Mitschüler in den Klassenchat eingestellt. Die Schule habe darauf nicht mit Unterrichtsausschluss reagieren dürfen.
Gefährdung des geordneten Schullebens
Das Verwaltungsgericht wies den Antrag zurück. Nach Ansicht des Gerichts habe der Antragsteller das geordnete Schulleben gefährdet und das Vertrauen der Schulgemeinschaft in einen regelgeleiteten und gewaltfreien schulischen Rahmen erschüttert. Dabei sei es nicht relevant, ob der Antragsteller selbst den Vorfall gefilmt habe und wie er dazu stehe. Da das Video zeige, wie Schuleigentum zerstört und Menschen dadurch gefährdet werden, sei dessen Außenwirkung entscheidend. Diese habe der Antragsteller durch das Einstellen des Videos in den Klassenchat zu verantworten.
Gefahr der Nachahmung über soziale Medien
Es sei absehbar gewesen, dass das Video sich darüber hinaus weitläufig verbreite. Dadurch könnten andere dazu animiert werden, ähnliche Aktionen durchzuführen. Die Dynamik sozialer Onlinemedien und virtueller Chatgruppen könne erfahrungsgemäß einen regelrechten Überbietungswettbewerb um immer schwerere Regelübertretungen auslösen. Durch den Unterrichtsausschluss habe die Schulleitung dokumentiert, dass ein entsprechendes Verhalten Konsequenzen nach sich zieht. Sie habe deswegen auch nicht eine weniger einschneidende Maßnahme als den Unterrichtsausschluss ergreifen müssen.
Gegen den Beschluss kann Beschwerde beim Oberverwaltungsgericht Berlin-Brandenburg eingelegt werden.
(VG Berlin, Beschluss v. 12.11.2020, 3 L 649/20)
-
Besoldungserhöhung für Bundesbeamte fällt geringer aus
3.348
-
Krankmeldung im öffentlichen Dienst
1.0331
-
Urlaubsübertragung und Urlaubsverfall im öffentlichen Dienst
1.0102
-
Entgelttabelle TVöD/VKA
825
-
Urlaubsanspruch auch bei Erwerbsminderungsrente
822
-
Gewerkschaften stimmen der TV-L Tarifrunde 2026 zu
684
-
Entgelttabelle TV-L
598
-
Beschäftigte des Landes Hessen erhalten 5,8 Prozent mehr Gehalt
430
-
Zwölftelung des Urlaubsanspruchs im öffentlichen Dienst
403
-
Hilfsweise ordentliche Kündigung „zum nächstmöglichen Termin“
387
-
AfD-Mitgliedschaft kann für Beamte in Sachsen dienstrechtliche Folgen haben
29.04.2026
-
Unwirksame außerordentliche Kündigung einer Oberärztin
23.04.2026
-
Besoldungserhöhung für Bundesbeamte fällt geringer aus
21.04.2026
-
Der Beamtenbund dbb vermeidet Kontakte und Auftritte mit AfD
15.04.2026
-
Zweifel an Verfassungstreue rechtfertigen Entlassung von Polzeikommissaranwärtern
13.04.2026
-
Ausschluss eines Polizeibewerbers wegen Harnstein
08.04.2026
-
Kontakt zum inhaftierten Lebensgefährten: Justizvollzugsbeamtin fristlos entlassen
02.04.2026
-
Vergaben des Bundes nur noch zu Tarifbedingungen
01.04.2026
-
Beschäftigte des Landes Hessen erhalten 5,8 Prozent mehr Gehalt
30.03.2026
-
Polizeihauptkommissar wegen Verstoß gegen Verfassungstreue um zwei Besoldungsgruppen zurückgestuft
23.03.2026