Polizist darf an TV-Serie mitwirken
Ein Kriminalkommissar aus Nordrhein-Westfalen wollte als Darsteller in der TV-Serie „Der Blaulicht Report“ mitwirken. Er zeigte diese Nebentätigkeit bei seinem Dienstherrn an. Dieser untersagte die Nebentätigkeit mit der Begründung, dass es sich hier nicht um eine genehmigungsfreie künstlerische Tätigkeit nach § 51 Abs. 1 Nr. 2 Landesbeamtengesetz NRW handele. Außerdem würden die Auftritte des Kommissars im Fernsehen zu einer Einschränkung der künftigen dienstlichen Verwendbarkeit führen und generell dem Ansehen der öffentlichen Verwaltung schaden.
Kommissar darf im Fernsehen auftreten
Das Oberverwaltungsgericht Nordrhein-Westfalen gab in einer Eilentscheidung dem Polizisten Recht. Die schauspielerische Tätigkeit des Kommissars ist als künstlerische Tätigkeit im Sinne von § 51 Abs. 1 Nr. 2 Landesbeamtengesetz NRW anzusehen und damit nicht genehmigungspflichtig. Dabei kommt es nicht darauf an, ob die künstlerische Tätigkeit unentgeltlich ist oder nicht. Eine künstlerisch-kreative Tätigkeit liegt außerdem auch dann vor, wenn ein Schauspieler - wie hier - nicht nach einem Drehbuch mit festen Textvorgaben agiert, sondern aus dem Stegreif ohne vorherige Vorbereitung improvisiert.
Kein Ansehensverlust der Polizei zu befürchten
Die schauspielerische Tätigkeit des Kommissars führt nach Ansicht des Gerichts auch nicht zu einer eingeschränkten dienstlichen Verwendbarkeit des Kommissars. Die Besorgnis des Dienstherrn, dass der Polizist bei verdeckten Einsätzen wegen seiner TV-Auftritte erkannt werden könnte, konnte nicht ausreichend belegt werden.
Auch ließ sich nicht feststellen, dass die Auftritte des Polizisten im Fernsehen zu einem negativen Bild von der polizeilichen Tätigkeit führen könnten. Dies ist eine reine Vermutung des Dienstherrn.
(Oberverwaltungsgericht Nordrhein-Westfalen, Beschluss vom 19.9.2016, 6 B 818/16)
-
Krankmeldung im öffentlichen Dienst
4.1821
-
Entgelttabelle TVöD/VKA
1.089
-
Urlaubsübertragung und Urlaubsverfall im öffentlichen Dienst
7272
-
Berechnung der Tauschtage und des Umwandlungsbetrags
565
-
Urlaubsanspruch auch bei Erwerbsminderungsrente
533
-
Zwölftelung des Urlaubsanspruchs im öffentlichen Dienst
491
-
Entgelttabelle TV-L
442
-
Voraussetzungen und Geltendmachung der Tauschtage
397
-
Probezeitkündigung im öffentlichen Dienst - das gilt es zu beachten
378
-
Entgelttabelle TVöD - Sozial- und Erziehungsdienst
359
-
Keine Versetzung einer Lehrerin nach Ostfriesland
31.07.2026
-
Bundesregierung beschließt Änderung des Wissenschaftszeitvertragsgesetzes
30.07.2026
-
Lehrerin seit 17 Jahren krank
27.07.2026
-
Voraussetzungen für Anforderungsprofile in Stellenausschreibungen im öffentlichen Dienst
23.07.2026
-
Bund der Steuerzahler fordert deutliche Reduzierung der Beamten
23.07.2026
-
Diagnosen in WhatsApp-Chat geteilt – Ärztin muss Kollegen Schadensersatz zahlen
17.07.2026
-
Zwölftelung des Urlaubsanspruchs im öffentlichen Dienst
09.07.2026
-
Dienstrechtliche Konsequenzen für einen Hauptbrandmeister wegen rassistischer Äußerungen in einem Chat
08.07.2026
-
Klinik darf bei Rufbereitschaft keine Verfügbarkeit von 30 Minuten anordnen
02.07.2026
-
Tarifeinigung für Ärztinnen und Ärzte an Unikliniken
18.06.2026