Pflicht zum Tragen einer Mund-Nase-Bedeckung in Schulen rechtmäßig
Mehrere Schülerinnen und Schüler aus Mecklenburg-Vorpommern wollten im Weg des vorläufigen Rechtsschutzes gegen die Verpflichtung zum Tragen einer Mund-Nase-Bedeckung in Schulgebäuden vorgehen. Mit ihren Anträgen haben die Schülerinnen und Schüler geltend gemacht, dass die in der 2. Schul-Corona-Verordnung geregelten Schutzmaßnahmen nicht von den Regelungen des Infektionsschutzgesetzes erfasst seien. Studien hätten zudem ergeben, dass das Tragen von Masken für Kinder gesundheitsgefährdend sei.
OVG: Pflicht zum Tragen einer Mund-Nase-Bedeckung rechtmäßig
Das Oberverwaltungsgericht (OVG) Mecklenburg-Vorpommern hat entschieden, dass die vorläufigen Rechtsschutzanträge zwar zulässig, aber unbegründet sind.
Bei der im Eilverfahren nur möglichen summarischen Prüfung würden sich die angegriffenen Regelungen der 2. Schul-Corona-Verordnung über die Pflicht zum Tragen einer Mund-Nase-Bedeckung in Schulgebäuden oder in und auf allen schulischen Anlagen als mit überwiegender Wahrscheinlichkeit rechtmäßig erweisen. Im Übrigen gehe jedenfalls eine Folgenabwägung zum Nachteil der Antragsteller aus. Insbesondere finde die angegriffene Regelung eine hinreichende Ermächtigungsgrundlage in § 32 Satz 1 und 2 i. V. m. § 28 Abs. 1 Satz 1 und 2 i. V. m. § 28a Infektionsschutzgesetz. Zudem sei die Regelung geeignet, erforderlich und verhältnismäßig, auch unter Berücksichtigung der von den Antragstellern in Bezug genommenen wissenschaftlichen Studien.
Grundrechtseingriffe sind gerechtfertigt
Soweit mit der Verpflichtung zum Tragen einer Mund-Nase-Bedeckung in die Grundrechte der allgemeinen Handlungsfreiheit (Art. 2 Abs. 2 GG), der Freiheit der Person (Art. 2 Abs. 2 Satz 2 GG) und – unterstellt – der körperlichen Unversehrtheit (Art. 2 Abs. 1 GG) eingriffen werde, sei dieser Eingriff in Abwägung mit den Grundrechten Dritter, zu deren Schutz die Regelung diene, nämlich dem Schutz von Leben und Gesundheit der von der COVID-19-Erkrankung bedrohten Bevölkerung, zu dem der Staat grundsätzlich verpflichtet sei, gerechtfertigt.
(Oberverwaltungsgericht Mecklenburg-Vorpommern, Beschlüsse v. 16.4.2021, 1 KM 159/21 OVG und 1 KM 199/21 OVG)
-
Entgelttabelle TVöD/VKA
1.610
-
Urlaubsübertragung und Urlaubsverfall im öffentlichen Dienst
9082
-
Krankmeldung im öffentlichen Dienst
8241
-
Urlaubsanspruch auch bei Erwerbsminderungsrente
628
-
Entgelttabelle TV-L
555
-
Entgelttabelle TVöD - Sozial- und Erziehungsdienst
468
-
Zwölftelung des Urlaubsanspruchs im öffentlichen Dienst
429
-
Probezeitkündigung im öffentlichen Dienst - das gilt es zu beachten
357
-
Entgelttabelle TV-V
353
-
Entgelttabelle TV-Hessen
320
-
Nicht-binäre Person scheitert mit AGG-Entschädigungsklage
29.05.2026
-
Kirchenzugehörigkeit kann bei Stellenbesetzungen gerechtfertigte Voraussetzung sein
22.05.2026
-
Gewährung der Tauschtage im folgenden Kalenderjahr
21.05.2026
-
Berechnung der Tauschtage und des Umwandlungsbetrags
21.05.2026
-
Voraussetzungen und Geltendmachung der Tauschtage
21.05.2026
-
Tauschtage für Beschäftigte des Bundes
21.05.2026
-
Arbeitsweg von 35 km ist einer Lehrerin zumutbar
20.05.2026
-
Polizeikommissarin wegen Änderung des Geschlechtseintrags von Beförderung ausgeschlossen
18.05.2026
-
Warum der § 18a TVöD VKA jetzt strategisch wichtig wird
18.05.2026
-
Probezeit-Kündigung unwirksam: BAG rügt fehlerhafte Personalratsbeteiligung
13.05.2026