25.02.2015 | Tarifverhandlungen Sozial- und Erziehungsdienst

Gewerkschaften fordern neue Gehaltsklasse für Erzieher und Pädagogen

Gewerkschaften fordern neue Eingruppierung im Sozial- und Erziehungsdienst.
Bild: Haufe Online Redaktion

Die Gewerkschaften fordern eine höhere Eingruppierung für Erzieher und Sozialpädagogen. Damit wäre zum Teil ein Gehaltsplus von 21 Prozent verbunden. Die Vereinigung Kommunaler Arbeitgeberverbände lehnte die Forderung wegen zu hoher Kosten für die Kommunen ab.

In Hannover beginnen heute die Verhandlungen über einen bundesweiten Tarifvertrag für die Beschäftigten im Sozial- und Erziehungsdienst. Nach Angaben der Gewerkschaft Verdi betrifft dies bundesweit mehr als 722.000 Beschäftigte, darunter rund 300.000 Kinderpfleger, Erzieher und Sozialarbeiter.

Gewerkschaft fordert neue Eingruppierung

Die Verdi-Bundestarifkommission hält eine Aufwertung durch neue Eingruppierungen für notwendig. Dies würde zu einer Erhöhung der Einkommen von durchschnittlich zehn Prozent führen. Die zweite Verhandlungsrunde ist für den 23. März in Münster vereinbart.

VKA: Kommunen können höhere Ausgaben nicht verkraften

Die Vereinigung Kommunaler Arbeitgeberverbände lehnt die Forderung bislang ab und forderte von den Gewerkschaften «Realitätssinn». Für die größte Gruppe im Sozial- und Erziehungsdienst, die Erzieher, würde die Aufwertung einen Sprung über vier Tarifgruppen und damit ein Gehaltsplus von 21 Prozent bedeuten. «Allein diese Forderung hat für die Kommunen ein Kostenvolumen von rund einer halben Milliarde Euro jährlich. Für solche Verteuerungen gibt es weder Möglichkeiten noch eine Begründung», sagte VKA-Hauptgeschäftsführer Manfred Hoffmann.

Schlagworte zum Thema:  Erzieher, Tarifverhandlung, TVöD, Sozialarbeiter, Eingruppierung

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