Öffentlichem Dienst droht Nachwuchslücke
Dies gelte vor allem für naturwissenschaftlich-technische Berufe, etwa Lebensmittelchemiker und Veterinäre. Nachwuchs fehle aber auch im öffentlichen Gesundheitsdienst und beim Zoll - etwa für die Bekämpfung von Schwarzarbeit.
Dauderstädt kündigte eine Werbekampagne seiner Organisation an, um junge Menschen für die Arbeit beim Staat zu gewinnen. Die Aktion soll fünf Jahre laufen und bis zu eine Million Euro kosten. Es sei zwar «außergewöhnlich», dass sich ein gewerkschaftlicher Dachverband aktiv in die Rekrutierung der Arbeitgeber einschalte. Aber wenn der öffentliche Dienst seine Qualität halten wolle, brauche es qualifizierten Nachwuchs. «Wir müssen leider feststellen, dass die öffentlichen Dienstherrn und Arbeitgeber mehrheitlich weit entfernt von einer nachhaltigen und professionellen Personalbedarfsplanung agieren», sagte der dbb-Chef.
Der Staat als öffentlicher Arbeitgeber konkurriere angesichts des zunehmenden Fachkräftemangels mit der freien Wirtschaft, die häufig attraktivere Gehälter zahle, erklärte Dauderstädt. Weil es immer weniger Verbeamtungen gebe, ziehe zudem das Argument der Arbeitsplatzsicherheit nicht mehr so wie früher.
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