Aktuelles BMDS-Dashboard: Bayern und Augsburg die Spitzenreiter, Thüringen aktueller „Aufsteiger“
Das Dashboard Digitale Verwaltung des Bundesministeriums für Digitales und Staatsmodernisierung (BMDS) gibt einen regelmäßigen Überblick zum aktuellen Status wichtiger Vorhaben der Verwaltungsdigitalisierung in Deutschland und zur Online-Verfügbarkeit wichtiger Verwaltungsleistungen in den Bundesländern, Kreisen und Gemeinden.
Bayern sehr dominant
Das im Juni 2025 aktualisierte BMDS-Dashboard zeigt, dass Bayern vor Hamburg auf Platz 2 nach wie vor unangefochten die Tabellenspitze hält. Der Freistaat verfügt mittlerweile über 1.264 flächendeckend verfügbare Onlinedienste. Bei den Kommunen entfallen sogar die ersten 34 Plätze auf Gemeinden und Kreise aus dem Freistaat. An der Spitze steht Augsburg mit 1.783 digital verfügbaren Verwaltungsleistungen. Auf den weiteren Plätzen folgen Ingolstadt (1.769), Bayreuth (1.731), Erlangen (1.724) und die Stadt Fürth (1.722). Erst auf Platz 35 folgt mit Köln die erste Stadt außerhalb Bayerns, den die Rheinmetropole zudem mit dem bayerischen Landkreis Fürth teilen muss. Aber nicht nur die Städte Bayern dominieren, auch bei den ländlichen Kommunen ist das weißblaue Bundesland der souveräne Spitzenreiter.
Thüringens Sprung nach oben
Aber auch ein anderer Freistaat überzeugt. Thüringen steigt mit insgesamt 1.231 flächendeckend verfügbaren Onlinediensten bundesweit nun auf den dritten Platz auf und liegt nur noch relativ knapp hinter den führenden Ländern Bayern und Hamburg. Damit hat Thüringen seit Veröffentlichung des letzten Dashboard-Rankings vor sieben Monaten unter anderem Sachsen, Hessen sowie Schleswig-Holstein überholt.
Erfolgsstrategie „Bayern Packages“
Zurück zu Bayern: Der dortige Digitalminister Fabian Mehring sieht die Einführung der sogenannten „Bayern Packages“ als den Hauptgrund an, warum Bayern so gut abschneidet. Dabei handelt es sich um über 200 digitale Verwaltungsleistungen, die Städte, Landkreise und Kommunen zentral und unbürokratisch nutzen können und die gemeinsam vom Freistaat und den Kommunen finanziert werden. Mehring erklärt: „Nicht jede Kommune muss eigene Lösungen teuer einkaufen. Zentrale Angebote sparen Zeit und Geld und sorgen für durchgängige Verfahren. In Kooperation mit den Kommunalverbänden wurde so die landesweite Online-Verfügbarkeit entscheidend verbessert.“
Ziel: Push Government
Um die Spitzenposition weiter festigen und ausbauen zu können, will Bayern vor allem mittels Künstlicher Intelligenz die Verwaltungsprozesse noch schneller und bürgerfreundlicher gestalten. Ziel sei eine digitale Staatsverwaltung, die nicht nur reagiert, sondern agiert, so Mehring. Beim sogenannten „Push-Government“ erhalten beispielsweise Bürger bei wichtigen Lebensereignissen wie Geburt oder Umzug automatisch die relevanten Informationen, ohne selbst Anträge stellen zu müssen.
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