Aufbau einer kommunalen Wohnungswirtschaft in der Ukraine

Der russische Angriffskrieg auf die Ukraine hat eine beispiellose Wohnraumkrise ausgelöst. Die Schäden an Infrastruktur, Wohnungs- und Gebäudebeständen sind immens. Die Ukraine wird von vielen Kommunen und der Wohnungswirtschaft unterstützt. Ein mutmachendes Beispiel aus Hannover. 

Die durch Russland verursachten Schäden in der ukrainischen Infrastruktur belaufen sich einer Schätzung der Kyiv School of Economics zufolge auf umgerechnet 147 Milliarden Euro. Bis November 2024 wurden 236.000 Wohngebäude beschädigt oder zerstört, darunter 209.000 Einfamilienhäuser, 27.000 Mehrfamilienhäuser und 600 Studentenwohnheime. Der Wohnungssektor ist am stärksten betroffen und die Schäden werden auf mehr als 52 Milliarden Euro geschätzt. Auch 2025 setzten sich die Angriffe unvermindert fort und die Zerstörungen nehmen weiter zu. Am stärksten betroffen sind die östlichen und südlichen Frontregionen sowie die Hauptstadtregion Kyjiw.

Binnenflüchtlinge und Wohnraumbedarf

Verschärft wird die Krise durch begrenzte kommunale Wohnungsbestände, informelle und unzureichend regulierte private Mietmärkte sowie (kontinuierliche) Fluchtbewegungen der Bevölkerung aus den vom Krieg betroffenen Regionen. 

Etwa sieben Millionen Menschen haben die Ukraine verlassen. Das ukrainische Ministerium für ...

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Dies ist ein Beitrag aus der Zeitschrift Die Wohnungswirtschaft.
DW Die Wohnungswirtschaft 2/2026

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