Handelsriesen: Wohnungsbau ist nur Mittel zum Zweck

In großen Städten bauen Aldi, Lidl, Rewe und Co.in den kommenden Jahren tausende Wohnungen über ihren Handelsflächen. Was treibt die Konzerne an, immer stärker in den Wohnungsbau einzusteigen?

Ein Blick nach Berlin gibt eine erste Antwort: Hier gab es bereits 2017 einen "Supermarktgipfel", bei dem Lebensmittelversorger, Akteure aus der Wohnungs- und Immobilienwirtschaft sowie Stadtentwickler zusammenkamen. Das Ziel: Potenziale ausmachen und Perspektiven abstecken.

Die Senatsverwaltung für Stadtentwicklung hatte zuvor ermittelt, dass an etwa 330 Standorten mit noch eingeschossigen Lebensmittelmärkten bis zu jeweils 100 Wohnungen entstehen könnten: ein Potenzial von 33.000 Wohnungen. Mittlerweile wird in nahezu allen großen Städten, in denen Wohnraum knapp geworden ist, diese Verdichtungsmöglichkeit immer konkreter untersucht und teilweise auch in Auflagen beim Bau neuer Handelsstandorte umgewandelt.

Lidl: Projekte mit Wohnungen als Mittel der Expansion

LIDL - Visualisierung_Berlin Mahlsdorf
In serieller Bauweise baut Lidl im Berliner Stadtteil Mahlsdorf eine moderne Filiale mit 26 darüber liegenden Wohnungen auf einem ursprünglich überwiegend gewerblich genutzten Grundstück

Was sagen die Handelsriesen selbst zu der Entwicklung? Deutschlandweit aktiv ist die Schwarz-Gruppe aus Neckarsulm, zu der Kaufland und Lidl gehören und die aktuell das größte Handelsunternehmen Europas ist. Lidl hat derzeit rund ...

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Dies ist ein Beitrag aus der Zeitschrift Die Wohnungswirtschaft.
DW 05 2021

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Schlagworte zum Thema:  Wohnungsbau