| Hausverwaltung 2025

Eine Branche konsolidiert sich

Sinnvolle Nachfolgeregelungen gehören im Moment in Hausverwaltungsbetrieben nicht zu den Prioriäten.
Bild: Corbis

Der BVI Bundesfachverband der Immobilienverwalter e.V. geht davon aus, dass sich die Verwalterbranche konsolidieren wird. Diese Entwicklung werde zu einer Stärkung führen, aber nicht ohne Verluste vonstattengehen. Vier Gründe für die Konsolidierung - und sechs Strategien, von der Entwicklung zu profitieren.

Einflussfaktor Berufsvoraussetzung

Es lässt sich voraussagen, dass Verwaltungsfirmen mit kleinem Bestand oder unrentable Betriebe sich auflösen – im Idealfall werden sie von größeren Unternehmen übernommen. Grund sind die Berufsausübungsvoraussetzungen. Die damit verbundenen Investitionen auf der Unternehmensseite (zum Beispiel Kosten für die Vermögenschadenhaftpflichtversicherung oder für den Sach- und Fachkundenachweis) werden möglicherweise nicht von allen getätigt werden.

Einflussfaktor Berufsanforderung

Die Anforderungen an die Qualifikation und das Wissen von professionellen Hausverwaltern steigen rasant. Die Verwalterbetriebe haben ein neues Gesetz oder eine neue Verordnung noch nicht umgesetzt, da kommen bereits zwei neue auf den Tisch. Viele Unternehmen haben mit dieser rasanten Entwicklung nicht kalkuliert. Die Zahl der Betriebsaufgaben steigt und ihr kann nur durch eine höhere Investitionsbereitschaft in zusätzliche Fort- und Weiterbildung begegnet werden.

Einflussfaktor Überalterung

Bis jetzt gehören sinnvolle Nachfolgeregelungen in den Hausverwaltungsbetrieben nicht zu den Prioritäten. Hierfür gibt es viele Gründe. Dabei ist gerade bei kleineren Betrieben das Interesse an einem Firmenverkauf und damit das Angebot an Verwaltungsunternehmen größer als die Nachfrage. Hilfestellung bei der Unternehmensnachfolge leistet der BVI Bundesfachverband der Immobilienverwalter e.V.  Die bisherige Nachlässigkeit bei der Nachfolgeregelung hat zur Folge, dass der Inhaber oft weit über die übliche Lebensarbeitszeit hinaus seine Firma führt. Dies ist auch häufig bei größeren Verwaltungsfirmen zu beobachten. In Ermangelung einer schrittweisen Firmenübertragung lösen sich ganze Unternehmen im Krankheits- oder Todesfall des Inhabers auf. Das wiederum stärkt Firmen, die den Lebenszyklus eines Unternehmens vorhersehend begleiten. Sie erhöhen ihre Marktanteile, was wiederum zukünftiges Wachstum prognostizierbar macht.

Einflussfaktor Spezialisierung

Um Marktanteil und zukünftige Tragfähigkeit der eigenen Firma zu sichern, geht der Trend zur Spezialisierung. Immer mehr Hausverwaltungsfirmen werden zu echten Profis im Bereich der Verwaltung von Ferienimmobilien, komplexen Gewerbeparks oder gemischt genutzten Immobilien. Dabei ist sehr hohes Fachwissen gefragt. Zeitgemäß ist außerdem die Aufteilung von Wohn- und Pflegeheimen und sogar Hotelanlagen nach WEG. Hier bilden sich echte Nischenmärkte.

Schlagworte zum Thema:  Immobilienverwalter, Hausverwaltung

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