20.04.2017 | European Financial Reporting Advisory Group

Übernahmeempfehlung zu Änderungen an IAS 40, AIP 2014-2016 sowie IFRIC 22

EFRAG hat in allen Fällen eine Übernahmeempfehlung ausgesprochen.
Bild: iStockphoto

EFRAG hat alle Änderungen (IAS 40, IFRS 1, IFRS 12 und IAS 28) sowie den neuen IFRIC 22 vorbehaltlos für eine Übernahme in EU-Recht empfohlen.

Der IASB und das IFRS IC hatten am 8.12.2016 Änderungen an IAS 40, die Annual Improvements 2014–2016 mit Änderungen an IFRS 1, IFRS 12 und IAS 28 sowie eine neue Interpretation IFRIC 22 (Foreign Currency Transactions and Advance Consideration) mit Klarstellungen zu Transaktionen in fremder Währung und im Voraus gezahlten Gegenleistungen veröffentlicht (s. a. Änderungen an IAS 40 und AIP 2014-2016 sowie neuer IFRIC 22 veröffentlicht).

Kriterien für Übernahme in EU-Recht erfüllt

EFRAG hat am 6.4.2017 seine Übernahmeempfehlung in allen Fällen erteilt. Demnach erfüllen alle Veröffentlichungen die Kriterien für eine Übernahme in das EU-Recht.

  • IAS 40: Die Änderungen zu IAS 40.57 fordern für die Umwidmung nun einen Beleg der Nutzungsänderung, bloße (geänderte) Absichten des Managements sind hingegen nicht ausreichend.
  • AIP 2014–2016:
    1. IFRS 1: Die befristeten Ausnahmen in IFRS 1.E3 bis E7 (u. a. zu Angaben zum Transfer von Finanzinstrumenten) sind ausnahmslos gestrichen.
    2. IFRS 12: Die Vorschriften von IFRS 12 sind auch auf die in Paragraph 5 genannten Beteiligungen eines Unternehmens anzuwenden, die nach IFRS 5 klassifiziert werden (neuer IFRS 12.5A). Ausgenommen sind nur die Anforderungen nach den Vorschriften von IFRS 12.B10–B16.
    3. IAS 28: Sofern eine Beteiligung an einem assoziierten Unternehmen oder joint venture i. S. von IFRS 11 direkt oder indirekt durch eine Wagniskapitalgesellschaft oder ein vergleichbares Unternehmen gehalten wird, besteht ein Wahlrecht die Beteiligungen at fair value through profit or loss (IFRS 9/IAS 39) als Ausnahme zur equity-Methode zu bewerten.
  • IFRIC 22: Für die Ermittlung des Umrechnungskurses für den zugrundeliegenden Vermögenswert, Ertrag oder Aufwand ist der maßgebliche Stichtag der Zeitpunkt, zu dem der aus der Vorauszahlung resultierende Vermögenswert bzw. die Schuld erstmalig erfasst wird (Klarstellung zu IAS 21.21). Wenn es im Voraus mehrere Zahlungen oder Erhalte gibt, wird ein Transaktionszeitpunkt für jede Zahlung und jeden Erhalt bestimmt.

Eine EU-Übernahme wird für alle drei Standards in Q3/2017 erwartet.

Praxis-Tipp: Änderungen schnellstmöglich umsetzen

Alle Änderungen ergänzen das bestehende Regelwerk der IFRS und sind somit zu begrüßen. Insbesondere die Änderung an IAS 40 sollte für alle betroffenen Unternehmen schnellstmöglich umgesetzt werden, da diese nur bereits bestehendes Recht klarstellt. Gleiches gilt für die Änderungen an IAS 21 durch IFRIC 22.

Schlagworte zum Thema:  EFRAG, IFRS, IAS

Aktuell
Meistgelesen