28.01.2014 | Top-Thema Betriebsprüfung: So funktionieren Kapitalangleichungen

Änderungen aufgrund einer Betriebsprüfung

Kapitel
Steuerprüfungen führen oftmals zu Berichtigungen in verschiedenen Bilanzpositionen
Bild: Haufe Online Redaktion

Aufgrund einer steuerlichen Außenprüfung werden oftmals verschiedene Bilanzpositionen, Entnahmen und Einlagen berichtigt.

Da eine reguläre Außenprüfung des Finanzamts i. d. R. einen Zeitraum von 3 Jahren umfasst, kann es viele Positionen geben, die sich über mehrere Jahre erstrecken. Nach Abschluss der Betriebsprüfung erstellt der Prüfer i. d. R. einen Betriebsprüfungsbericht, in dem er die Prüfungsergebnisse ausweist. Im Prüfungsbericht sind zwar alle geänderten Positionen ausgewiesen. Die Angleichungsbuchungen, die erforderlich sind, um den Bilanzzusammenhang zu wahren, muss allerdings der Unternehmer durchführen.


Eben weil sich die Änderungen über mehrere Jahre erstrecken können, ist es erforderlich, die Einzelpositionen so aufzuzeichnen, dass die Gewinnauswirkungen deutlich werden. Eine Zusammenstellung nach einer Mehr- und Weniger-Rechnung ermöglicht es, den Überblick zu bewahren und die erforderlichen Anpassungsbuchungen für das 1. Jahr nach dem Prüfungszeitraum vornehmen zu können.


Kapitalangleichungsbuchungen sind nur zu den Feststellungen des Betriebsprüfers erforderlich, die zu einer Änderung der Bilanzposten geführt haben. Das Grundschema
der Buchungen sieht wie folgt aus:

  • Ein Aktivposten wurde erhöht. Buchung: Wirtschaftsgut an Kapital
  • Ein Passivposten wurde erhöht. Buchung: Kapital an Wirtschaftsgut (oder Rücklage)
  • Ein Aktivposten wurde gemindert. Buchung: Kapital an Wirtschaftsgut
  • Ein Passivposten wurde gemindert. Buchung: Wirtschaftsgut (oder Rücklage) an Kapital

Schlagworte zum Thema:  Bilanz, Betriebsprüfung, Abschreibung

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