Dipl.-Betriebsw. (FH) Silvia Bach
Rz. 61
Durch das Erfordernis der sachlich geordneten Erfassung der Geschäftsvorfälle (s. Rz. 38) werden verschiedene (Sach-)Konten benötigt. Die Buchungen gleichartiger Geschäftsvorfälle werden auf einem Konto verdichtet.
Das sog. T-Konto teilt jedes Konto in eine Soll-Seite (linke Spalte) und eine Haben-Seite (rechte Spalte). Es existieren zum einen aktive und passive Bestandskonten, die in der Bilanz aufgehen. Zum anderen gibt es zweierlei Erfolgskonten: Erlöskonten und Aufwandskonten, die je nach Saldo in die Soll- oder Habenseite der Gewinn- und Verlustrechnung bzw. des GuV-Kontos (Gewinn- und Verlustrechnungskonto) eingehen.
Der doppelten Buchführung liegt folgende Systematik zugrunde:
- Bestandskonten der Aktiva nehmen im Soll zu und im Haben ab.
- Bestandskonten der Passiva nehmen im Soll ab und im Haben zu.
- Erlöskonten nehmen im Soll ab und im Haben zu.
- Aufwandskonten nehmen im Soll zu und im Haben ab.
- Durch Abschluss des Kontos "Gewinn- und Verlustrechnung" wird der Saldo (= Gewinn oder Verlust) als Eigenkapitalveränderung in die Bilanz gebucht (s. Rz. 79).
Rz. 62
Im Sinne der Vergleichbarkeit und Einheitlichkeit der Buchführung und zum Zwecke der Rationalisierung der Buchungsarbeit wurden verschiedene (Standard-)Kontenrahmen entwickelt. Im Kontenrahmen wird jeder (Sach-)Kontenbezeichnung eine i. d. R. 4-stellige Nummer zugedacht. Die Personenkonten des Nebenbuches haben i. d. R. 5-stellige Kontonummern.
Rz. 63
Im Kontenrahmen sind alle zur Verfügung stehenden (Unter-)Konten übersichtlich durch sog. Kontenklassen, Kontengruppen und Kontenarten gegliedert. Die 4-stelligen Kontonummern beginnen jeweils mit der Ziffer ihrer Kontenklasse. Das folgende Beispiel veranschaulicht das dekadische Gliederungssystem eines sog. Spezialkontenrahmens.