03.01.2017 | Serie Planungsfachkonferenz 2016

Planungsstandards der Zukunft

Serienelemente
Bild: Horváth Akademie GmbH

Der Finanzdienstleister Swiss Re hat seine Planungsstruktur neu organisiert. Einheitliche Datenmodelle, eine treiberbasierte Planung und die Szenarienmodellierung nach Use Cases zeichnen das neue Planungssystem aus.

Unter dem Titel „Planungsstandards der Zukunft“ gab Fabian Schaer, Head of Group Planning der Swiss Re, Einblicke in das Geschäftsmodell der Rückversicherung und stellte zentrale Elemente der neuen Planung vor: Es wurde eine konzernweite Planungsplattform konzipiert und realisiert. Darauf wurde eine integrierte Planung verschiedener Statements aufgebaut und innovative Ansätze wie treiberbasierte Planung und Szenarienmodellierung umgesetzt.

Einheitliches Datenmodell notwendig

Die Schaffung eines einheitlichen Datenmodells wurde als besonders wichtiges Element aufgezeigt. Da in einem solchen Modell alle wesentlichen Aspekte der Geschäftsmodelle abgebildet werden müssen, erfordert dies bereits einen hohen Aufwand in der Projektarbeit.

Treiberbasierte Planung

Bei der Planung liegt der Fokus auf wesentlichen Treibern. Diese sind Größen wie zum Beispiel Marktwachstum oder Inflation. Die Diskussion über diese wesentlichen Inhalte wird nochmals dadurch gestärkt, dass diese Treibermodelle auf verschiedenen Aggregationslevels (Gruppen-, Business-Unit- oder Divisions-Level) angewendet werden.

Szenarienmodellierung nach Use Cases

Ein weiteres wichtiges Element bildet die Szenarienmodellierung, die durch den treiberbasieren Ansatz unterstützt wird. Um jedoch die Szenarienmodellierung voll nutzbar zu machen, müssen weitere Punkte berücksichtigt werden: Ein konsistenter Ansatz zur Modellierung ermöglicht die Einbettung von Use-Cases in ein einheitliches Framework. Zudem ist die Integration von Sub-Plänen (z.B. für Investments) ein wichtiges Element, ebenso ein flexibles und übersichtliches Reporting der einzelnen Szenarien.

Balance von Zielvorgaben und Gestaltungsfreiraum

Die Komplexität einer solchen Lösung bedarf einer intensiven Abstimmung zwischen Business, IT und externen Funktionen. Zudem ist beispielsweise eine gute Balance zwischen dem Gruppenziel und dem Freiraum in einzelnen Verantwortungsbereichen einer der erfolgskritischen Punkte, deren gute Lösung zum Erfolg des Projekts führte.

Schlagworte zum Thema:  Horváth, Planung, Projektarbeit, Konferenz, Best Practices

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