Nachfrage nach Finance Fachkräften zeigt üblichen Anstieg zum Jahresbeginn
Alle Positionen im Plus, größter Sprung bei Tax Managern
Die steigende Nachfrage im Finance‑Bereich wird vor allem durch steuer‑ und compliancenahe Funktionen getragen. Tax Manager liegen auch in diesem Quartal (+70 Prozentpunkte auf 226 %) deutlich über der Gesamtnachfrage. Ebenfalls überdurchschnittlich gesucht sind Compliance Manager (+40 Prozentpunkte auf 128 %) und Risikomanager (+39 Prozentpunkte auf 48 %).
Leicht unter dem Durchschnittszuwachs von 35 Prozentpunkten entwickelt sich der Bedarf für folgende Positionen:
- Controller (+30 Prozentpunkte auf 84 %),
- Wirtschaftsprüfer (+30 Prozentpunkte auf 73 %)
- Buchhalter (+29 Prozentpunkte auf 100 %).
Deutlicher Rückgang im Vorjahres- und Mehrjahresvergleich seit 2023
Im Mehrjahresvergleich liegen alle Nachfragewerte unter den Zahlen seit 2023 und deutlich unter den Höchstwerten vom 1. Quartal 2024. Es bleibt abzuwarten, ob dieser erwartete Zuwachs nachhaltig ist oder wie in den Vorjahren im 2. Quartal ein deutlicher Rückgang zu verzeichnen ist.
Im konkreten Vorjahresvergleich zu Q1/2025 ist die Nachfrage nach Finance Fachkräften um 28 Prozentpunkte zurückgegangen. Während der Hays Fachkräfte Index Finance vor einem Jahr noch bei 121 Prozent lag, beträgt er aktuell 93 Prozent. Dabei hat sich die Nachfrage im Jahresvergleich für alle anderen Positionen verringert.
IT und Versicherungen mit weniger Vakanzen, übrige Branchen im Aufwind
Auf Branchenebene steigt die Zahl der Stellenausschreibungen für Finance‑Fachkräfte nahezu flächendeckend. Ausnahmen bilden die IT‑Branche (−57 Prozentpunkte auf 172 %) sowie der Versicherungssektor (−12 Prozentpunkte auf 2 %). Trotz des Rückgangs bleibt die IT weiterhin Spitzenreiter im Branchenvergleich. Diese Branche konnte als einzige auch in den letzten 2 Quartalen Zuwächse verzeichnen – vielleicht ist dies nun eine verspätete Anpassung an den Trend.
Besonders kräftig wächst der Bedarf an Finance‑Fachkräften bei den Finanzdienstleistern, deren Index um 93 Prozentpunkte auf 165 Prozent steigt. Ebenfalls deutlich positiv entwickeln sich Personaldienstleister (+44 Prozentpunkte auf 130 %) sowie freiberufliche Dienstleistungen für Unternehmen (+43 Prozentpunkte auf −9 %). Einen vergleichsweise moderaten Zuwachs verzeichnen der Handel (+28 Prozentpunkte auf 42 %) sowie das verarbeitende Gewerbe (+19 Prozentpunkte auf 23 %).
Ein ähnliches Bild zeigt sich im Vorjahresvergleich bei den Br. Lediglich bei den Finanzdienstleistern nimmt der Bedarf an Finance‑Fachkräften zu (+21 Prozentpunkte auf 165 %). Bei allen anderen Branchen verringert sich die Nachfrage.
Die IT‑Branche bleibt mit einem Indexwert von 172 Prozent zwar weiterhin führend, verzeichnet jedoch ebenfalls einen deutlichen Rückgang um 22 Prozentpunkte. Besonders stark abgeschwächt hat sich die Nachfrage im Handel (−51 Prozentpunkte auf 42 %), bei den Personaldienstleistern (−38 Prozentpunkte auf 130 %) sowie im Versicherungssektor (−35 Prozentpunkte auf 2 %).
Erläuterung des Hays Fachkräfte-Index
Der Hays Fachkräfte-Index basiert auf einer quartalsweisen Auswertung der Index Internet und Mediaforschung GmbH für Hays. Einbezogen werden Stellenanzeigen der meistfrequentierten Online-Jobbörsen, der Tageszeitungen und des Business-Netzwerks XING. Sämtliche Positionsbezeichnungen gelten grundsätzlich für alle Geschlechter.
Bis zum 4. Quartal 2021 bildete das 1. Quartal 2015 den Referenzwert von 100. Seit dem 1. Quartal 2022 zeigt der Fachkräfte-Index die prozentuale Veränderung zum Ausgangswert vom 1. Quartal 2015 an. Ebenso erfolgt die Darstellung nicht mehr in Tabellen, sondern in Liniendiagrammen.
Lesebeispiel: Für Finanzanalysten wurden im 1. Quartal 2015 587 neue Positionen veröffentlicht. Dieser Wert entspricht dem Ausgangswert von 0. Inzwischen ist der Bedarf an Finanzanalysten stark gestiegen. Ein Wert von über 100 % bedeutet, dass der Bedarf an Finanzanalysten um mehr als 100 % angestiegen ist.
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