Abwärtstrend im Finance-Arbeitsmarkt setzt sich fort – nur zwei Positionen im Plus
Nur Finanzanalysten und WPs stoppen den Abwärtstrend
Der Bedarf an Controllern entwickelt sich unterdurchschnittlich: Der Rückgang setzte sich um 17 Prozentpunkte auf 54 % fort. Ebenfalls unter dem Schnitt liegt die Nachfrage nach Wirtschaftsprüfern mit 43 % (trotze eines Plus von 5 Prozentpunkten) und Risikomanager mit 9 % (nach einem Minus von 32 Prozentpunkten). Letztere verzeichnen gleichzeitig den stärksten Einbruch im Vergleich zum Vorquartal. Angesichts der zahlreichen Risiken kann dieser Verlauf vielleicht damit erklärt werden, dass die Branchen mit vielen Risikomanagern wie die Finanzdienstleister ihren Bedarf rechtzeitig gedeckt haben.
Innerhalb der Finance Positionen zeigen sich deutliche Differenzierungen. Tax Manager liegen mit 156 % trotz eines Rückgangs zum Vorquartal um-14 Prozentpunkte klar über der Gesamtnachfrage. Dies gilt auch für
- Compliance Manager (-27 Prozentpunkte auf 88 %),
- Finanzanalysten (gegen den Trend +5 Prozentpunkte auf 74 %), und
- Buchhalter (gesamt) (-5 Prozentpunkte auf 72 %).
Hays erklärt die unterschiedliche Entwicklung mit einer Verschiebung der Prioritäten im Finanzbereich: Derzeit besteht ein vergleichsweise höherer Bedarf an Prüfungs-und Kontrollfunktionen, während beratende und steuernde Rollen weniger eingestellt werden.
Ähnlicher Rückgang im Jahresverlauf in allen Positionen
Seit dem 1 Quartal 2025 hat sich die Nachfrage in allen Positionen in vergleichbarem Umfang abgeschwächt. Demnach dürfte die schwache Konjunktur der Hauptgrund für die Entwicklung sein. Ein Ersatz von Arbeitsplätzen durch KI hat sich in diesem Zeitraum sicher noch nicht so weitgehend ereignet. Bei den WPs kommt hinzu, dass der erwartete Personalbedarf nach dem Zurückrudern bei den Vorschriften zur Nachhaltigkeitsberichterstattung deutlich gesunken ist.
Branchenvergleich: IT-Dienstleister als einzige Branche im Plus
Auf Branchenebene geht die Anzahl der Stellenausschreibungen fast überall zurück. Nur in der IT zieht die Nachfrage sehr deutlich an (+54 Prozentpunkte auf 229 %) und ist damit gleichzeitig auch die Branche mit der stärksten Nachfrageentwicklung seit Auswertungsbeginn in Q1/2015. Allerdings ist diese Branche als einzige durch einen permanenten Zickzackverlauf gekennzeichnet, was Trendprognosen sehr schwierig macht.
Unverändert bleibt der Bedarf im verarbeitenden Gewerbe (-1 Prozentpunkt auf 5 %). Freiberufliche Dienstleistende für Unternehmen erreichen bei einem Rückgang um 4 Prozentpunkte auf -9 Prozent ihr Niveau in der zweiten Jahreshälfte 2020.
Kräftig reduzieren Finanzdienstleister (-15 Prozentpunkte auf 72 %), der Handel (-16 Prozentpunkte auf 14 %), Versicherungen (-19 Prozentpunkte auf 14 %) und Personaldienstleister (-20 Prozentpunkte auf 86 %) ihr Stellenvolumen.
Erläuterung des Hays Fachkräfte-Index
Der Hays Fachkräfte-Index basiert auf einer quartalsweisen Auswertung der Index Internet und Mediaforschung GmbH für Hays. Einbezogen werden Stellenanzeigen der meistfrequentierten Online-Jobbörsen, der Tageszeitungen und des Business-Netzwerks XING. Sämtliche Positionsbezeichnungen gelten grundsätzlich für alle Geschlechter.
Bis zum 4. Quartal 2021 bildete das 1. Quartal 2015 den Referenzwert von 100. Seit dem 1. Quartal 2022 zeigt der Fachkräfte-Index die prozentuale Veränderung zum Ausgangswert vom 1. Quartal 2015 an. Ebenso erfolgt die Darstellung nicht mehr in Tabellen, sondern in Liniendiagrammen.
Lesebeispiel: Für Finanzanalysten wurden im 1. Quartal 2015 587 neue Positionen veröffentlicht. Dieser Wert entspricht dem Ausgangswert von 0. Inzwischen ist der Bedarf an Finanzanalysten stark gestiegen. Ein Wert von über 100 % bedeutet, dass der Bedarf an Finanzanalysten um mehr als 100 % angestiegen ist.
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