Wie gewonnen, so zerronnen: Nachfrage nach Finance Fachkräften geht nach Zwischenhoch wieder zurück
Alle Positionen im Minus, größter Sprung bei Tax Managern
Der Nachfragerückgang trifft viele Positionen in vergleichbarem Umfang. Die vom Volumen her wichtigsten Positionen Controller und Buchhalter verändern fast sich wie der Durchschnitt. Ähnliches gilt für die kleineren Bereiche Tax Manager und Compliance Manager:
- Controller (-30 Prozentpunkte auf 54 %),
- Buchhalter (-28 Prozentpunkte auf 69 %).
- Tax Manager (-31 Prozentpunkte auf 195 %)
- Compliance Manager (-31 Prozentpunkte auf 97 %)
Relativ konstant war nur die Nachfrage nach Finanzanalysten (-9 Prozentpunkte auf 84 %). Besser als der Durchschnitt hielten sich auch die Risikomanager (-25 Prozentpunkte auf 23 %), während die Wirtschaftsprüfer überdurchschnittlich verloren (-40 Prozentpunkte auf 33 %).
Hinweis: Die Grafiken haben sich gegenüber dem Vorquartal deutlich geändert: Sie umfassen jetzt den Zeitraum Q1/2020 bis heute. Zuvor deckte sie den ganzen Erhebungszeitraum seit Q1/2025 ab.
Deutlicher Rückgang im Vorjahres- und Mehrjahresvergleich seit 2022
Im Mehrjahresvergleich liegen alle Nachfragewerte unter den Zahlen seit 2022 und deutlich unter den Höchstwerten vom 1. Quartal 2024. Es bleibt abzuwarten, ob dieser erwartete Zuwachs nachhaltig ist oder wie in den Vorjahren im 2. Quartal ein deutlicher Rückgang zu verzeichnen ist.
Im konkreten Vorjahresvergleich zu Q2/2025 ist die Nachfrage nach Finance‑Fachkräften um 36 Prozentpunkte zurückgegangen. Während der Hays‑Fachkräfte‑Index Finance vor einem Jahr noch bei 98 Prozent lag, beträgt er aktuell 62 Prozent. Dabei hat sich die Nachfrage im Jahresvergleich für alle Positionen verringert.
Rückläufige Nachfrage auch bei allen untersuchten Branchen
Der Bedarf an Finance-Fachkräften ist branchenübergreifend rückläufig. In der IT-Branche ist die Nachfrage mit 108 Prozent am höchsten, sie verliert gegenüber dem Vorquartal allerdings 64 Prozentpunkte. Dahinter folgen Banken mit 102 Prozent (minus 62 Prozentpunkte) und Personaldienstleister mit 94 Prozent (minus 36 Prozentpunkte).
Schwächer entwickelt sich dagegen der Bedarf im Handel (23%), dem verarbeitenden Gewerbe (17%) sowie bei Unternehmensdienstleistern (0%). Versicherungen liegen mit minus 14 Prozent als einzige Branche unter dem Ausgangswert von Q1/2015.
Erläuterung des Hays Fachkräfte-Index
Der Hays Fachkräfte-Index basiert auf einer quartalsweisen Auswertung der Index Internet und Mediaforschung GmbH für Hays. Einbezogen werden Stellenanzeigen der meistfrequentierten Online-Jobbörsen, der Tageszeitungen und des Business-Netzwerks XING. Sämtliche Positionsbezeichnungen gelten grundsätzlich für alle Geschlechter.
Lesebeispiel: Für Finanzanalysten wurden im 1. Quartal 2015 587 neue Positionen veröffentlicht. Dieser Wert entspricht dem Ausgangswert von 0. Inzwischen ist der Bedarf an Finanzanalysten stark gestiegen. Ein Wert von über 100 % bedeutet, dass der Bedarf an Finanzanalysten um mehr als 100 % angestiegen ist.
Änderung zum 2. Quartal 2026: Die Grafiken haben sich gegenüber dem Vorquartal deutlich geändert: Sie umfassen jetzt den Zeitraum Q1/2020 bis heute. Zuvor deckte sie den ganzen Erhebungszeitraum seit Q1/2025 ab.
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