Haufe Controlling Serie in Zusammenarbeit mit Jedox

Besser planen mit Szenariomodellen und Simulationsanalysen

Hatten Sie in den vergangenen Monaten auch das Gefühl, dass die Uhren immer schneller ticken und sowohl Planung als auch Steuerung immer einen Tick zu spät greifen? Mit modernen Analytics-Plattformen sind Ihre Analysen jederzeit auf dem aktuellen Stand oder blicken gar schon in die Zukunft. Modellieren Sie Szenarien und führen Sie Simulationen durch, um für alle Eventualitäten gewappnet zu sein.

Mit der Digitalisierung werden Prozesse verändert und beschleunigt. Agilität lautet das neue Losungswort in der Wirtschaftswelt. Auch Controller müssen ihre Arbeitsweise verändern. Das Management wünscht sich aktuelle Daten und nachvollziehbare Entscheidungshilfen. Die Vision vom Controlling in Echtzeit transformiert sich langsam aber sicher zu einer machbaren Perspektive. Der Blick in die Vergangenheit genügt nicht mehr: Entscheider benötigen aktuelle Informationen und verlässliche Prognosen. Um als Controller diesen Erwartungen gerecht zu werden, ist technologische Unterstützung notwendig. Ohne einen höheren Automatisierungsgrad in den Prozessen bleibt schlicht keine Zeit für die neuen Aufgaben. Dabei geht es ausdrücklich um eine Entscheidungsunterstützung durch neue Erkenntnisse  auf KI-Grundlage. Die Expertise der Controller ist für die richtige Deutung und Einordnung im Entscheidungsprozess weiterhin unabdingbar.

Szenariomodellierung ist das Controlling-Thema der Stunde

Gerade durch den Corona-Lockdown wurden viele Unternehmen kalt erwischt. Das Management musste schnell reagieren und überlegen: Welche Maßnahmen sind zu treffen und wie wirken sich diese voraussichtlich aus? Dann benötigt das Management Informationen über die finanziellen Konsequenzen. Jetzt muss der Controller in der Lage sein, Szenarien der Maßnahmen zu simulieren und zu analysieren. Das kann er jedoch nur, wenn ihm das passende Werkzeug zur Verfügung steht. Mit Excel allein ist das nicht zu leisten, schon gar nicht innerhalb der geforderten kurzen Frist. Viele Unternehmen freunden sich deshalb bereits mit den Möglichkeiten moderner Tools, wie Machine Learning bzw. KI-basierten Predictive Analytics an. Mit Hilfe dieser modernen Technologien können Unternehmen aus dem Ist-Zustand heraus weitere Betrachtungen anstellen und im Forecasting „Was-wäre-wenn“-Szenarien durchspielen und wichtige Geschäftstreiber identifizieren.

Mit Simulationsanalysen mögliche Veränderungen des Geschäftsmodells abbilden

Die Reisebranche beispielsweise wurde von der Corona-Krise besonders hart getroffen. Viele Reiseunternehmen haben deshalb bereits reagiert und ihr Angebot auf die veränderten Kundenwünsche hin umgestellt: Während Fernreisen gerade weniger gefragt sind, werden Kurzreisen innerhalb von Deutschland umso beliebter. Für ein Reisebüro oder Reiseportal heißt das jedoch, dass es statt höherpreisigen Fernreisen inklusive Flug vermehrt günstigere Kurzurlaube mit Eigenanreise verkauft. Dann sind Fragen wie die folgenden zu beantworten:

  • Welche Verluste entstehen möglicherweise im Jahr 2021 für bereits fest eingekaufte Kontingente?

Und um die Verluste im Fernreisegeschäft auszugleichen:

  • Wie stark muss dann die Anzahl der verkauften Kurzreisen gesteigert werden?

Diese und viele weitere Szenarien können Controller modellieren und simulieren. Auf Basis der bestehenden Daten ist so eine bessere Vorbereitung für die Zukunft möglich und entsprechende Empfehlungen können abgegeben werden. Voraussetzung ist jedoch, dass Unternehmen eine gute Datenbasis schaffen, sich von alten Planungsprozessen lösen und in moderne Tools investieren.

Empfehlungen für den Einsatz von KI im Unternehmen

  • Keine Simulationen ohne Daten: Wer Szenarien modellieren und Simulationen durchführen will, benötigt eine entsprechende Datenbasis, sowohl was die Menge, die Struktur und auch die Qualität der Daten angeht.
  • Historische Daten nutzen, Treibermodelle erstellen, in Echtzeit planen und Forecasts erstellen: Controller benötigen moderne Werkzeuge um ihre Rolle im Unternehmen, gerade auch bei integrierter Planung und Forecasting, noch besser zu erfüllen.
  • Passgenaue Softwarelösung wählen: Einige Planungsplattformen bieten bereits entsprechende KI-basierte Tools. Informieren Sie sich und investieren Sie in eine Lösung, die zu Ihrem Unternehmen passt.
  • Fähigkeiten der Mitarbeiter entwickeln: Nehmen Sie die Mitarbeiter bei der Implementierung eines neuen Planungstools mit: Eine gute Schulung bildet die Basis für ein gutes Prozessverständnis.
  • Übung macht den Meister: Sammeln Sie Erfahrung im Umgang mit KI-basierten Tools anhand verschiedener kleiner Projekte.

Weitere Praxisbeispiele für einen sinnvollen Einsatz von KI in der Planung lesen Sie im interessanten Artikel Planung verändern mit neuer Technologie von Dr. Rolf Gegenmantel, Chief Product Officer bei Jedox, aus der Controlling & Management Review.

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