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Moderator Dr. Tim Wolf leitete auf der Jahreskonferenz Strategisches Management 2017 durch das Programm. Bild: Horváth Akademie GmbH

Welche Schlüsselrolle muss die Strategiearbeit einnehmen, damit die eigene Digitalisierung ein Erfolg wird? Dazu lieferten Referenten und Teilnehmer anschauliche Praxisbeispiele und Lösungsansätze. Klar wurde: Unternehmen ohne Digitalisierungsstrategie werden es zukünftig schwer haben.

Digitalisierung hat höchste Relevanz

Wer die Chancen der digitalen Welt für sich nutzen möchte, muss die Komplexität des Themas durchdringen und konkrete Handlungsfelder ableiten können.

Auf der 17. Jahreskonferenz Strategisches Management wurden die Facetten des Digitalisierungs-Hypes sowie konkrete Transformationsansätze mit führenden Experten und Strategen diskutiert, mit Hilfe derer Unternehmen die Chancen der Digitalisierung ergreifen können.

Die Organisatoren Dr. Oliver Greiner, Dr. Tim Wolf (Bild) sowie Dr. Tatjana Kazakova aus dem Competence Center Strategy, Innovation & Sales der Managementeratung Horváth & Partners diskutierten mit über 140 Teilnehmern am 9. Mai 2017 in Stuttgart, welche Schlüsselrolle die Strategiearbeit im Unternehmen einnehmen muss, damit die eigene Digitalisierung ein Erfolg wird.

Digitalisierung bedarf einer strukturierten und zugleich agilen Herangehensweise

Die Digitalisierung ist inzwischen allgegenwärtig und es ist längst an der Zeit, die Transformation im eigenen Unternehmen anzugehen. Die Vielzahl an Praxisbeispielen bewies: Digitalisierung ist in der Wirklichkeit angekommen. So sind Big Data, digitalisierte Prozesse, Virtual Reality, Plattform-Geschäftsmodelle und die Vernetzung von Maschinen bereits Realität geworden. Gleichzeitig sind die nächsten absehbaren Entwicklungen überwältigend. Und die Evolutionsgeschwindigkeit nimmt rapide zu. Am nahen Horizont stehen mit künstlicher Intelligenz, Robotik und digitalen Ökosystemen bereits die nächsten Schlüsselentwicklungen bereit, um weitere Disruptionen einzuleiten.

Studie analysiert zahlreiche interne Hürden für die Umsetzung

Daher ist es umso wichtiger, dass Strategen die richtigen Impulse setzen und ihre Unternehmen davor bewahren, sich im Digitalisierungs-Hype zu überstürzen. Folgerichtig herrschte unter den Referenten Konsens, dass es essentiell ist, die eigene Lage vor dem Hintergrund aller Trends und Möglichkeiten zu beurteilen und mit konkreten Maßnahmen zu starten. Inspiriert von einer Start-Up Kultur empfehlen Experten die Digitalisierungsinitiativen konsequent „ganz oder gar nicht“ anzugehen. Zudem brauchen Unternehmen auch den Mut „einfach anzufangen und zu lernen“ und weniger auf das perfekte Konzept zu warten. Dafür sind die Entwicklungen zu dynamisch. Darüber hinaus hat eine Studie von Horváth & Partners zentrale Hürden für erfolgreiche Digitalisierung in deutschen Unternehmen identifiziert: Interessenkonflikte im Management, Silodenken, non-konforme Unternehmenskultur für das digitale Zeitalter sowie eine mangelhafte Verankerung im Top-Management.

Game Changer Digitalisierung – Vernetzung als Schlüssel

„Digitalisierung verändert alles: Branchenstrukturen, Geschäftsmodelle, Wertschöpfungsmodelle, Kundenbedürfnisse, Customer Experience und vielleicht sogar gesellschaftliche Strukturen“, so Konferenzleiter Dr. Tim Wolf. „Viele Themen sind so innovativ, dass man sich nur über den intensiven Austausch unter Experten aus den unterschiedlichsten Fachbereichen orientieren kann, deshalb waren uns die Networking-Runden dieses Jahr besonders wichtig.“

Die Gedanken und Eindrücke während der Konferenz konnten die Teilnehmer auf Twitter mit dem Hashtag #jk_strategie teilen.

Wissenschafts- und Praxisexperten vermitteln vielschichtige Einblicke in die Digitalisierung

Referenten und Teilnehmer repräsentierten unterschiedliche Branchen, die Wissenschaft-, Beratungs- und Unternehmensperspektive. Dabei wurde Wert auf  die unterschiedlichen Sichtweisen von etablierten Unternehmen und der Start-up-Welt gelegt. In den folgenden Tagen finden Sie zu jedem der acht Vorträge einen Bericht:

  • Digital ist phänomenal: Wie sich Unternehmen neu erfinden können (Prof. Dr. Julian Kawohl, Professor für Strategisches Management und Case Studies, Hochschule für Technik und Wirtschaft Berlin)
  • Digital is(s)t online: Zukunft auf Bestellung (Jörg Gerbig, Gründer und Geschäftsführer, Lieferando.de)
  • Die Kraft, digital zu wachsen! (Dr. Michael Zyder, Leiter Controlling Beteiligungen/Strategische Planung, ANDREAS STIHL AG & Co. KG zusammen mit Volker Schrödel, Hauptabteilungsleiter IT, ANDREAS STIHL AG & Co. KG)
  • Digitale Marktmeisterschaft (Dr. Oliver Greiner, Partner, Leiter Competence Center Strategy, Innovation & Sales, Horváth & Partners)
  • Digitalisierung in der Markenkommunikation: Der Mensch im Mittelpunkt (Bernd Stegmann, Bereichsleiter Marken- und Marketingstrategie, Daimler AG)
  • Digital in die Zukunft: Innovative Organisationsmodelle (Dr. Christian Busch, Innovation & Co-Creation Lab, London School of Economics)
  • Vom Internet-Pionier zum digitalen Unternehmen (Martin Damm, Bereichsleiter Sonderprojekte, Otto Group)
  • Unternehmen sucht Start-Up: Disruption als Heilmittel? (Dr. Bastian Halecker, Gründer und CEO, Nestim GmbH)

Über die Highlights der Veranstaltung berichten wir in einer neuen Serie.

Schlagworte zum Thema:  Digitalisierung, Strategisches Management, Konferenz

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