14.09.2015 | Bildschirmarbeitsplatz

Gut sehen auch mit Brille

Falsche Brille? Besser einen Termin beim Augenarzt vereinbaren.
Bild: Haufe Online Redaktion

Es ist gar nicht so einfach, die richtige Brille für die Arbeit am Computer auszusuchen. Doch gerade Beschäftigte ab 40 Jahren sollten ihr Sehvermögen kontrollieren lassen, um sich, wenn nötig, die passende Brille anzuschaffen. Denn nur wer gut sieht, kann auch entspannt arbeiten.

Etwa zwei Drittel der 25- bis 54-Jährigen arbeiten in Deutschland jeden Tag an einem Computer. Da jedoch 30–40 % aller Beschäftigten eine Sehschwäche oder einen Sehfehler haben, der nicht oder nicht ausreichend korrigiert ist, sitzen so auch täglich Tausende vor dem Bildschirm und riskieren Verspannungen, Schmerzen und müde Augen.

Das muss nicht sein, wie die Broschüre "Gutes Sehen im Büro. Brille und Bildschirm - perfekt aufeinander abgestimmt" der Bundesanstalt für Arbeitsschutz und Arbeitsmedizin (BAuA) zeigt.

Grundbedingung ist ein ergonomisch ausgestatteter und eingerichteter Bildschirmarbeitsplatz

Wichtig ist es, dass der Bildschirmarbeitsplatz ergonomisch optimal ausgestattet und eingerichtet ist. Denn das ist eine Grundbedingung, um gesundheitliche Belastungen auszuschließen. Mit Hilfe des Arbeitsmediziners und des Augenarztes bzw. Augenoptikers lässt sich dann die passende Brille bestimmen.

Wenn man den Bildschirm immer weiter wegschiebt ...

Wer kurzsichtig ist, ist das Brille tragen gewöhnt. Doch mit dem Alter ändert sich das Sehvermögen. Zunächst hilft es, den Monitor weiter weg zu positionieren oder ohne Brille am Bildschirm zu arbeiten. Doch irgendwann wird es schwierig, Vorlagen zu lesen und zugleich am Monitor die Schrift zu erkennen.

Eine Gleitsichtbrille ist keine Bildschirmarbeitsplatzbrille

Eine Gleitsichtbrille muss nicht für die Arbeit am Bildschirm geeignet sein. Oft entspricht der mittlere Sehbereich nicht der Entfernung des Monitors und ist zudem recht klein. Auch der Lesebereich, der für das Lesen von Textvorlagen benötigt wird, ist meist sehr eingeschränkt.

Bei einem großen Monitor besser auch auf größer Brillengläser achten

Eine Bildschirmarbeitsplatzbrille passt genau zum Sehabstand zwischen Auge und Monitor. In die Ferne kann man damit meist nicht gut sehen. Muss auch der Lesebereich korrigiert werden, ist in einer Bildschirmarbeitsplatzbrille dafür mehr Platz als z. B. bei einer Gleitsichtbrille. Wer an einem großen Bildschirm arbeitet, tut gut daran, auch die Brillengläser größer auszuwählen.

Gut Sehen in drei Schritten

Ist die richtige Brille gefunden, muss der Monitor noch entsprechend positioniert werden. Nun sind gutes Sehen mit Brille und entspanntes Arbeiten am Bildschirm möglich.

  1. Tisch, Stuhl, Tastatur und Maus nach ergonomischen Gesichtspunkten ausrichten.
  2. Angebot der arbeitsmedizinischen Vorsorgeuntersuchung wahrnehmen und sich bei Bedarf eine Bildschirmarbeitsplatzbrille verordnen lassen. Brille zusammen mit dem Augenoptiker auswählen.
  3. Den Monitor – Abstand und Neigungswinkel – auf die neue Brille anpassen.

Muss der Arbeitgeber die Kosten für eine Bildschirmarbeitsplatzbrille übernehmen?

Der Arbeitgeber ist verpflichtet, dem Arbeitnehmer eine Bildschirmarbeitsplatzbrille zur Verfügung zu stellen, wenn sich diese Maßnahme aus der Arbeitsmedinizinischen Vorsorgeuntersuchung oder aus der Gefährdungsbeurteilung ergibt.

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Schlagworte zum Thema:  Bildschirmarbeitsplatz, Bildschirm, Bildschirmarbeitsplatzverordnung, Ergonomie, Büroarbeitsplatz

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