28.08.2015 | Ergonomie leicht gemacht

Praxismodul wurde erweitert

Bild: Haufe Online Redaktion

Ergonomie spielt bei der Gestaltung von Arbeitsplätzen ebenso eine Rolle wie bei der Produktentwicklung. Um den ergonomischen Gedanken umsetzen zu können, braucht es eine ganze Reihe unterschiedlichen Wissens.

Das Praxis-Modul "Ergonomie lernen" der Kommission Arbeitsschutz und Normung (KAN) hilft dabei.

In sieben Modulen, die u. a. 500 Vortragsfolien beinhalten, wird der Einstieg ins Thema Ergonomie erleichtert und nach und nach umfassendes und kompetentes Wissen aufgebaut. Mit den beiden neuen Modulen "Einsteiger" und "Prozessergonomie" wurden die Inhalte jetzt erweitert.

Schnelleinstieg ins Thema Ergonomie

Das Basismodul Einsteiger ermöglicht Laien einen Schnelleinstieg ins Thema Ergonomie. Innerhalb von 90 Minuten lernt man den Begriff Ergonomie näher kennen und weiß, wo Ergonomie überall von Bedeutung ist. Dies wird an vielen Beispielen mit Bildern verdeutlicht. Dabei werden die Teilnehmer zum aktiven Mitdenken aufgefordert.

Ergonomische Vor- und Nachteile unterschiedlicher Tastaturen als ein praxisnahes Beispiel

Die Beispiele sind praxisnah ausgewählt und für jeden nachvollziehbar. So werden beispielsweise die ergonomischen Unterschiede zwischen einer handelsüblichen Computertastatur und einer Bildschirmtastatur (Touchscreen) eines Smartphones wie folgt verdeutlicht.

Die Vorteile der normalen Tastatur sind z. B.

  • große Tasten sowie
  • ein eindeutiger Druckpunkt durch Ausformung entsprechend der Fingerkuppe.

Der Vorteil eines Touchscreens bei Mobilgeräten liegt u. a. darin, dass es

  • keinen gesonderten Platzbedarf hat.

Allerdings ergeben sich bei Bildschirmtastaturen spezifische Nachteile wie

  • der fehlende Druckpunkt,
  • Schwierigkeiten bei geringer Größe die richtige Taste zu treffen,
  • die Notwendigkeit des Umschaltens zwischen Buchstaben, Ziffern und Sonderzeichen, was Zeitverlust und mehr Fehler bedeutet.

Einführung in die Prozessergonomie

Das Erweiterungsmodul Einführung in die Prozessergonomie gibt einen Einblick in die psychologische Belastung und die Motivation der Nutzer, die sich aus Organisation und Struktur der Arbeit ergeben. Auch für dieses Modul beträgt der Zeitbedarf etwa 90 Minuten. Danach weiß der Lerner, welche Elemente eine motivationsfördernde Arbeit ausmachen und kennt

  • die Inhalte und Ziele der Prozessergonomie,
  • den Bezug zwischen Motivation und Tätigkeitsstrukturierung,
  • die Grundbegriffe der Betriebsorganisation sowie
  • die Elemente der Organisationsentwicklung und
  • die Möglichkeiten zur Prozessoptimierung.

Bildschirmarbeit ist Einstellungssache - eine Ergonomie-Checkliste für Büroarbeitsplätze

Mit der Haufe-Ergonomie-Checkliste "Bildschirmarbeit ist Einstellungssache" können Mitarbeiter die Ergonomie ihrer Bildschirmarbeitsplätze überprüfen, z. B. die richtige Einstellung der Büromöbel.

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Schlagworte zum Thema:  Ergonomie, Betriebliches Gesundheitsmanagement, Bildschirmarbeitsplatz, Büroarbeitsplatz

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