Fachbeiträge & Kommentare zu Hausgeld

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Hausgeld

Zusammenfassung Begriff Die Wohnungseigentümer haben die Lasten und Kosten des gemeinschaftlichen Eigentums zu tragen. Diese werden durch den Wirtschaftsplan für die entsprechende Wirtschaftsperiode festgelegt und nach dem geltenden Kostenverteilungsschlüssel auf die Wohnungseigentümer umgelegt. Der nach dem Gesamt- und den Einzelwirtschaftsplänen auf den einzelnen Wohnungsei...mehr

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Zahlungsunfähigkeit des Eigentümers (Hausgeld)

Zusammenfassung Begriff Die Zahlungsunfähigkeit eines Wohnungseigentümers stellt sich für die Verwaltung bzw. die Wohnungseigentümergemeinschaft oft erst heraus, wenn ein Hausgeldtitel vorliegt und sich als nicht vollstreckbar erweist. Die Gemeinschaft hat dann nicht nur das Problem, dass sie ihre Rückstände nicht realisieren kann, sondern sie muss für das Wohnungseigentum ih...mehr

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Hausgeld / Zusammenfassung

Begriff Die Wohnungseigentümer haben die Lasten und Kosten des gemeinschaftlichen Eigentums zu tragen. Diese werden durch den Wirtschaftsplan für die entsprechende Wirtschaftsperiode festgelegt und nach dem geltenden Kostenverteilungsschlüssel auf die Wohnungseigentümer umgelegt. Der nach dem Gesamt- und den Einzelwirtschaftsplänen auf den einzelnen Wohnungseigentümer entfal...mehr

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Hausgeld / 3 Hausgeldvorfälligkeit

Viele Eigentümergemeinschaften sind bestrebt, die Zahlungsmoral ihrer Mitglieder dadurch zu stärken, indem bestimmte Vorfälligkeits- oder Verfallsklauseln vorsehen, dass bei Verzug mit bestimmten Hausgeldzahlungen sofort das ganze auf die jeweilige Wirtschaftsperiode entfallende Hausgeld zur Zahlung fällig wird.[1] Die notwendige Beschlusskompetenz eröffnet die Bestimmung de...mehr

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Vermietete Eigentumswohnung / 5.3 Betriebskosten und Hausgeld

Hinsichtlich der Betriebskosten sollte möglichst der Verteilerschlüssel der Eigentümergemeinschaft in gleicher Weise in den Mietvertrag übernommen werden. Insoweit kann das Hausgeld auf den Mieter umgelegt werden, soweit es die Betriebskosten betrifft. Was das Verwalterhonorar, die Instandhaltungsrücklage sowie etwaige Sonderumlagen angeht, so können diese Kosten nicht auf d...mehr

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Hausgeld / 4 Hausgeldeinzug

Wie der Wohnungseigentümer seiner Verpflichtung zur Entrichtung des Hausgelds nachkommt, obliegt zunächst seiner Entscheidung. Sieht jedoch die Teilungserklärung bzw. die Gemeinschaftsordnung eine besondere Zahlungsweise vor, so ist der Wohnungseigentümer hieran gebunden. Sind demnach die Hausgelder im Lastschriftverfahren zu entrichten, so ist der einzelne Eigentümer an die...mehr

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Zahlungsunfähigkeit des Eig... / 2.1 Zwangsverwaltung/Zwangsversteigerung

Aus den Hausgeldtiteln kann sowohl die Zwangsversteigerung des Wohnungseigentums als auch die Zwangsverwaltung eingeleitet werden. Die Einleitung eines Zwangsverwaltungsverfahrens bringt den Vorteil, dass der Zwangsverwalter das Hausgeld an die Gemeinschaft zahlen muss. Kann der Zwangsverwalter diese Hausgeldzahlungen nicht durch Mieteinnahmen finanzieren, muss der die Zwang...mehr

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Hausgeld / 1 Grundsätze

Die Verpflichtung zur Hausgeldzahlung trifft jeden Wohnungseigentümer gegenüber der Wohnungseigentümergemeinschaft. Die Hausgelder fließen in das Verwaltungsvermögen und werden Bestandteil desselben. Dieses Verwaltungsvermögen ist gemäß § 10 Abs. 7 WEG der teilrechtsfähigen Gemeinschaft der Wohnungseigentümer zugeordnet. Hinweis Hausgeldzahlungspflicht beginnt mit Grundbuchei...mehr

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Hausgeld / 2 Fälligkeit

Die Verpflichtung zur Hausgeldzahlung entsteht mit ihrer Fälligkeit. Da sich der Wirtschaftsplan auf eine Wirtschaftsperiode bezieht, die den Zeitraum eines Jahrs umfasst, konkretisiert die Bestimmung des § 28 Abs. 2 WEG, dass die Wohnungseigentümer verpflichtet sind, nach Abruf durch den Verwalter dem beschlossenen Wirtschaftsplan gemäß entsprechende Vorschüsse zu leisten. ...mehr

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Zahlungsunfähigkeit des Eig... / 2 Erfolgsaussichten weiterer Zwangsmaßnahmen

2.1 Zwangsverwaltung/Zwangsversteigerung Aus den Hausgeldtiteln kann sowohl die Zwangsversteigerung des Wohnungseigentums als auch die Zwangsverwaltung eingeleitet werden. Die Einleitung eines Zwangsverwaltungsverfahrens bringt den Vorteil, dass der Zwangsverwalter das Hausgeld an die Gemeinschaft zahlen muss. Kann der Zwangsverwalter diese Hausgeldzahlungen nicht durch Miete...mehr

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Hausgeld / 5 Tilgungsbestimmung

Zwar ist die Bildung einer Instandhaltungsrücklage nicht zwingend erforderlich, gleichfalls entspricht sie ordnungsmäßiger Verwaltung. In aller Regel bilden die Wohnungseigentümergemeinschaften auch eine Instandhaltungsrücklage. Bereits nach der gesetzlichen Bestimmung des § 28 Abs. 1 WEG ist dann die Beitragsleistung der einzelnen Wohnungseigentümer zur Instandhaltungsrückl...mehr

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Zahlungsunfähigkeit des Eig... / 2.2 Ruhen des Stimmrechts

Im Fall einer Interessenkollision sieht § 25 Abs. 5 WEG vor, dass das Stimmrecht des Wohnungseigentümers ruht. Ein Ruhen des Stimmrechts für den Fall, dass der Wohnungseigentümer in Zahlungsrückstand gerät, sieht das Gesetz nicht vor. Zwar ist § 25 Abs. 5 WEG nach herrschender Meinung abdingbar. Ein Wohnungseigentümer, der mit der Zahlung von Beiträgen in Verzug ist, kann de...mehr

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Zahlungsunfähigkeit des Eig... / Zusammenfassung

Begriff Die Zahlungsunfähigkeit eines Wohnungseigentümers stellt sich für die Verwaltung bzw. die Wohnungseigentümergemeinschaft oft erst heraus, wenn ein Hausgeldtitel vorliegt und sich als nicht vollstreckbar erweist. Die Gemeinschaft hat dann nicht nur das Problem, dass sie ihre Rückstände nicht realisieren kann, sondern sie muss für das Wohnungseigentum ihres in Vermögen...mehr

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Die neuen Beschlusskompeten... / 5.4.2 Vorfälligkeits-/Verfallsregelungen

Als Verzugsregelung können die Wohnungseigentümer auf Grundlage der Bestimmung des § 21 Abs. 7 WEG auch Vorfälligkeits- bzw. Verfallsregelungen derart bestimmen, dass im Fall des Verzugs mit einer konkreten Anzahl von Hausgeldzahlungen sofort das restliche auf die jeweilige Wirtschaftsperiode entfallende Hausgeld zur Zahlung fällig wird.[1] Verfallsregelung Wesen einer Verfall...mehr

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Hausgeldrückstand / Zusammenfassung

Begriff Allgegenwärtiges Problem vieler Eigentümergemeinschaften sind Hausgeldrückstände einzelner Wohnungseigentümer. Hier gilt es für den Verwalter schnell und konsequent zu handeln, um Liquiditätsengpässe innerhalb der Gemeinschaft und die Verjährung rückständiger Hausgeldansprüche zu vermeiden. Gesetze, Vorschriften und Rechtsprechung Konkrete spezialgesetzliche Vorschrif...mehr

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Hausgeld / 6 Aufrechnung/Zurückbehaltungsrecht

Eine Aufrechnung mit Gegenforderungen gegen die Eigentümergemeinschaft ist nur mit anerkannten oder rechtskräftig festgestellten Gegenforderungen möglich.[1] Nach herrschender Meinung ist daneben auch noch die Aufrechnung mit Ansprüchen aus Notgeschäftsführung möglich. Das Verbot, mit Wohngeldforderungen eine streitige Gegenforderung aufzurechnen, gilt auch, wenn die Gegenfo...mehr

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Zahlungsunfähigkeit des Eig... / 1 Rechtliche Konsequenzen

Die Rückstände bleiben als Forderungen gegenüber dem zahlungsunfähigen Eigentümer bestehen. Soweit sie jedoch nicht durch Zwangsvollstreckungsmaßnahmen realisiert werden können, müssen sie auf die übrigen Eigentümer umgelegt werden. Praxis-Tipp Hausgeldforderungen umlegen Für die Verwaltung empfiehlt sich, rückständige Hausgeldforderungen jährlich auf die Miteigentümer umzuleg...mehr

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Verzug/Verzugszinsen (WEG) / 3.1.3 "Hausgeldvorfälligkeit"

Viele Eigentümergemeinschaften sind bestrebt, die Zahlungsmoral ihrer Mitglieder dadurch zu stärken, indem bestimmte Vorfälligkeits- oder Verfallsklauseln vorsehen, dass bei Verzug mit bestimmten Hausgeldzahlungen sofort das ganze auf die jeweilige Wirtschaftsperiode entfallende Hausgeld zur Zahlung fällig wird. Bis zum Inkrafttreten des WEG-Reformgesetzes wurde vom BGH[1] nu...mehr

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Hausgeldrückstand / 1 Grundsätze

Genehmigter Wirtschaftsplan Der Beschluss über die Genehmigung des Wirtschaftsplans sowie der jeweiligen Einzelwirtschaftspläne der Eigentümerversammlung bildet die Grundlage für die Zahlungspflicht der einzelnen Wohnungseigentümer im Hinblick auf deren monatliche Beiträge zu den Hausgeldern. Zur Hausgeldzahlung ist auch derjenige Wohnungseigentümer verpflichtet, der seine So...mehr

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Konten im Wohnungseigentum

Begriff Die Gelder der Wohnungseigentümer müssen gemäß § 27 Abs. 5 WEG getrennt vom Vermögen des Verwalters gehalten werden. Bei der Bank darf der Verwalter folglich nicht das Konto der Eigentümergemeinschaft als Eigenkonto oder als Sonderkonto führen. Entscheidend ist, dass die Wohnungseigentümer durch die richtige Einrichtung des Kontos gegen Anfechtung, Pfand- und Zurück...mehr

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Hausgeldrückstand / 2 Anspruchsverfolgung

Die Geltendmachung der Hausgelder und deren Entgegennahme ist Sache des Verwalters. Die entsprechende Berechtigung bzw. Verpflichtung hierzu ergibt sich aus § 27 Abs. 1 Nr. 4 WEG. Befindet sich nun ein Wohnungseigentümer mit der Zahlung der Hausgelder in Rückstand, ist es auch Sache des Verwalters, entsprechend tätig zu werden, denn der einzelne Wohnungseigentümer ist zur ge...mehr

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Verzug/Verzugszinsen (WEG) / 3.1.1 Wann ist Verzug gegeben?

In aller Regel enthält die Teilungserklärung bzw. Gemeinschaftsordnung Bestimmungen zur Fälligkeit von Hausgeldzahlungen. Entsprechend den Bestimmungen zum Mietrecht wird die Fälligkeit häufig auf den dritten Werktag eines Kalendermonats festgelegt. Ist hingegen in der Teilungserklärung bzw. Gemeinschaftsordnung keine Regelung zur Fälligkeit der Hausgelder enthalten und best...mehr

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Zwangsverwaltung (WEG) / 6.1 Verwaltung des Wohnungseigentums

Rechtlich tritt der Zwangsverwalter praktisch in die Stellung des Wohnungseigentümers ein. Im Interesse der Gläubigerbefriedigung ermächtigt § 152 Abs. 1 ZVG den Zwangsverwalter, alle Handlungen vorzunehmen, die erforderlich sind, um die Wohnung in ihrem wirtschaftlichen Bestand zu erhalten und ordnungsgemäß zu nutzen. Der Zwangsverwalter ist also vor allem verpflichtet, das...mehr

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Haftung (WEG): Wohnungseigentümergemeinschaft

Begriff Im Zuge der Anerkennung ihrer Teilrechtsfähigkeit ist die Eigentümergemeinschaft eben im Bereich ihrer Rechtsfähigkeit auch Haftungssubjekt. Dies betrifft im vertraglichen Bereich sämtliche haftungsrelevanten Tatbestände, die sich auf den gesamten Bereich der Verwaltung des gemeinschaftlichen Eigentums beziehen. Gesetze, Vorschriften und Rechtsprechung Gesetzliche Re...mehr

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Die neuen Beschlusskompeten... / 5.3.1 Fälligkeit der Zahlungen nach dem Wirtschaftsplan

Die Fälligkeit der monatlichen Hausgeldzahlungen kann auf Grundlage von § 21 Abs. 7 WEG auch dann dauerhaft – über die konkrete Wirtschaftsperiode hinaus – geregelt werden, wenn etwa bereits eine entsprechende Vereinbarung zur Fälligkeit besteht. Denn wie bereits erwähnt, steht die Bestimmung des § 21 Abs. 7 WEG nicht unter einem Vereinbarungsvorbehalt. Praxis-Beispiel Fällig...mehr

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Insolvenz im WE / Zusammenfassung

Begriff Im Fall der Insolvenz eines Wohnungseigentümers fällt auch das Sonder- bzw. Teileigentum des Wohnungseigentümers als Vermögenswert in die Insolvenzmasse und unterliegt der Verwertung durch den Insolvenzverwalter. Die Insolvenz umfasst sämtliche Nutzungen und Erträge des Sonder- bzw. Teileigentums, also auch die Mieteinnahmen. Ein Insolvenzverfahren über das Vermögen ...mehr

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Insolvenz im WE / 6 Behandlung der laufenden Kosten und Lasten

Ist das Insolvenzverfahren eröffnet, so handelt es sich bei den laufenden Lasten und Kosten des Wohnungseigentümers um Kosten des Insolvenzverfahrens gemäß § 54 Nr. 2 InsO. Nach den weiteren Bestimmungen der Insolvenzordnung [1] sind diese Verbindlichkeiten aus der Insolvenzmasse vorweg zu berichtigen. Hierbei handelt es sich um nach der Eröffnung des Insolvenzverfahrens fäll...mehr

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Verfahren in Wohnungseigent... / 1.2 § 43 Nr. 2 WEG

Die Regelung in § 43 Nr. 2 WEG trägt dem Umstand Rechnung, dass die Teilrechtsfähigkeit der Wohnungseigentümergemeinschaft auch vom Gesetzgeber anerkannt ist: Nr. 2 berücksichtigt Streitigkeiten zwischen der Wohnungseigentümergemeinschaft als teilrechtsfähigem Subjekt und einzelnen Wohnungseigentümern. Da § 43 WEG die ausschließliche sachliche und örtliche Zuständigkeit in W...mehr

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Zwangsverwaltung (WEG) / Zusammenfassung

Begriff Die Zwangsverwaltung spielt neben einer etwaigen Zwangsvollstreckung in das unbewegliche Vermögen eines Schuldners eine nicht unerhebliche Rolle. Der Gläubiger wird hier nicht aus der Substanz eines Grundstücks bzw. einer Eigentumswohnung, sondern aus den laufenden Erträgen, wie beispielsweise den Mieteinnahmen, befriedigt. Das Eigentum an der Wohnung verbleibt dem s...mehr

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Einzugsermächtigung (WEG) / 2 Nichtteilnahme

Für den Fall der Nichtteilnahme einzelner Wohnungseigentümer trotz bestehender Verpflichtung aufgrund entsprechender Bestimmung in der Teilungserklärung bzw. Gemeinschaftsordnung oder einer späteren Vereinbarung der Wohnungseigentümer oder auch entsprechender Beschlussfassung gemäß § 21 Abs. 7 WEG, verleiht letztgenannte Bestimmung den Wohnungseigentümern auch grundsätzlich ...mehr

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Verfahrenskosten: Kostenver... / 1 Grundsätze

Die Gerichtskosten in wohnungseigentumsrechtlichen Verfahren richten sich nach dem Gerichtskostengesetz (GKG). Durch den Grundsatz, dass Kosten eines wohnungseigentumsrechtlichen Verfahrens nicht zu den Kosten der Verwaltung i. S. d. § 16 Abs. 2 WEG gehören, wird der verfahrensrechtlichen Position der Beteiligten Rechnung getragen, indem letztlich nicht der Verwalter oder die...mehr

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Verfahren in Wohnungseigent... / Zusammenfassung

Begriff Nach der Generalklausel des § 43 WEG entscheidet das Amtsgericht, in dessen Bezirk das Grundstück liegt, im streitigen Verfahren der Zivilprozessordnung (ZPO) über die sich aus der Gemeinschaft und aus der Verwaltung des gemeinschaftlichen Eigentums ergebenden Rechte und Pflichten der Wohnungseigentümer untereinander. Gesetze, Vorschriften und Rechtsprechung Gesetzlic...mehr

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Wohnungseigentümergemeinschaft

Begriff Wer eine Eigentumswohnung erwirbt, wird Mitglied in einer Eigentümergemeinschaft, die mit Stimmenmehrheit Beschlüsse auch gegen den Willen des Einzelnen fassen und durchsetzen kann. Die Auflösung der Gemeinschaft kann nicht verlangt werden. Mindestens einmal im Jahr muss eine Wohnungseigentümerversammlung einberufen werden. Gesetze, Vorschriften und Rechtsprechung Ge...mehr

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Zwangsverwaltung (WEG) / 5.1 Dennoch Wohngeldanspruch

Hieraus folgt natürlich, dass die Maßnahme der Zwangsverwaltung bei einer von dem Wohnungseigentümer selbst bewohnten Eigentumswohnung auf den ersten Blick denkbar ungeeignet ist. Andererseits sollte aber im Interesse der Eigentümergemeinschaft in einem derartigen Fall neben der Zwangsversteigerung stets auch die Zwangsverwaltung beantragt werden. Grund: Die Eigentümergemein...mehr

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Verzug/Verzugszinsen (WEG) / Zusammenfassung

Begriff Ein Schuldner kommt immer dann in Verzug, wenn er die ihm obliegende Leistung trotz Fälligkeit nicht erbringt. Der Schuldner einer Entgeltforderung kommt spätestens in Verzug, wenn er nicht innerhalb von 30 Tagen nach Fälligkeit und Zugang einer Rechnung oder gleichwertigen Zahlungsaufstellung leistet; dies gilt gegenüber einem Schuldner, der Verbraucher ist, nur, we...mehr

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Versorgungssperre / 3 Aufhebung und Dauer der Versorgungssperre

Die Versorgungssperre ist aufzuheben, wenn der säumige Wohnungseigentümer den Hausgeldrückstand ausgeglichen hat. Achtung Verhältnismäßigkeit Im Übrigen ist zu beachten, dass die Unterbrechung von Versorgungsleistungen stets verhältnismäßig sein muss. Daher ist die Unterbrechung auch dann aufzuheben, wenn der Schuldner bereits einen Großteil des säumigen Hausgelds entrichtet h...mehr

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Hausgeldrückstand / 5 Verjährung

Hausgeldansprüche der Wohnungseigentümergemeinschaft aufgrund einer beschlossenen Jahresabrechnung gegen säumige Miteigentümer verjähren in 3 Jahren.[1] Die Verjährungsfrist beginnt mit dem Schluss des Jahres, in dem der Anspruch entstanden ist und der Gläubiger von den anspruchsbegründenden Umständen sowie der Person des Schuldners Kenntnis erlangt oder ohne grobe Fahrlässi...mehr

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Rechtsanwaltsbeauftragung / 2 Anwaltsgebühren

Die Gebühren des Rechtsanwalts richten sich nach dem Rechtsanwaltsvergütungsgesetz (RVG). Mehrvertretungsgebühr im Passivverfahren Bei der Beauftragung mehrerer Personen in derselben Angelegenheit ist dabei § 7 RVG i. V. m. Nr. 1008 VV RVG zu beachten. Nach dieser Vorschrift erhält der Rechtsanwalt für die Vertretung mehrerer Personen in derselben Angelegenheit eine Mehrvertre...mehr

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Die neuen Beschlusskompeten... / 5.2.2 Verpflichtung zur Teilnahme am Lastschriftverfahren

Wie der Wohnungseigentümer seiner Verpflichtung zur Entrichtung des Hausgelds nachkommt, obliegt zunächst seiner Entscheidung. Da § 21 Abs. 7 WEG den Wohnungseigentümern jedoch die grundsätzliche Kompetenz einräumt, über die Art und Weise von Zahlungen mehrheitlich zu beschließen, können die Wohnungseigentümer darüber entscheiden, dass die Wohnungseigentümer am Lastschriftve...mehr

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Ausgeschiedener Eigentümer / Zusammenfassung

Begriff Bei einem Sondereigentumsverkauf scheidet der Veräußerer zum Zeitpunkt der Eigentumsumschreibung im Grundbuch aus der Eigentümergemeinschaft aus. Im Fall der Zwangsversteigerung des Sondereigentums erfolgt der Eigentümerwechsel durch Zuschlag in der Zwangsversteigerung. Stirbt ein Eigentümer, erfolgt der Eigentümerwechsel durch Eintritt des Erbfalls (Tod des Erblasse...mehr

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Verfahren in Wohnungseigent... / 2.2 Teilrechtsfähige Gemeinschaft als Verfahrensbeteiligte

Soweit die teilrechtsfähige Gemeinschaft als Klägerin oder als Beklagte fungiert, ist deren Bezeichnung einfach. Praxis-Beispiel Rückständige Hausgelder Die Eigentümergemeinschaft "Dorfstraße 8 in 79294 Sölden", vertreten durch den Verwalter Müller, macht rückständige Hausgelder gegenüber Wohnungseigentümer Klamm geltend. Das korrekte Rubrum lautet wie folgt: Praxis-Beispiel Rub...mehr

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Erwerberhaftung / Zusammenfassung

Begriff Im Fall eines Eigentümerwechsels stellt sich für die Verwaltung bzw. die Eigentümergemeinschaft häufig die Frage, für welche Hausgeldverbindlichkeiten der Erwerber haftet. Trifft ihn nur die Haftung für Hausgeldverbindlichkeiten, welche nach seinem Eintritt in die Gemeinschaft entstehen? Können ihm Hausgeldforderungen, die vor seinem Eintritt in die Gemeinschaft begr...mehr

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Erwerberhaftung / 3 Eigentümerwechsel im Wege der Erbfolge

Die Hausgeldrückstände des Erblassers stellen Nachlassverbindlichkeiten i. S. v. § 1967 Abs. 1 BGB dar. Der Erbe haftet also für die Hausgeldrückstände seines Rechtsvorgängers in vollem Umfang. Entsprechendes gilt für den Testamentsvollstrecker. Gehört jedenfalls eine Eigentumswohnung zu dem Nachlass, weil sie der Testamentsvollstrecker für den Erben mit Nachlassmitteln erwo...mehr

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Die neuen Beschlusskompeten... / 5.4.1 Verzugszinsen

Als Regelung über Verzugsfolgen kommen in erster Linie Verzugszinsen in Betracht. Wie bereits erwähnt, können Verzugszinsen auch dann beschlussweise geregelt bzw. festgesetzt werden, wenn diese bereits Gegenstand einer Vereinbarung der Wohnungseigentümer sind. Recht nebulös ist derzeit noch, in welcher Höhe Verzugszinsen festgesetzt werden können. Gesetzliche Regelung Die gese...mehr

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Verfahrenskosten / 7 Finanzierung von Verfahrenskosten

Bei der Finanzierung der Verfahrenskosten ist zunächst zu unterscheiden, ob der Verband selbst klagt oder verklagt wird oder aber die Finanzierung der Verfahrenskosten der übrigen beklagten Wohnungseigentümer im Rahmen eines Anfechtungsverfahrens gesichert werden soll. Klagt die Gemeinschaft selbst oder wird sie verklagt, ist die Finanzierung der entsprechenden Verfahrenskost...mehr

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Streitwert / 2 Bezifferte Zahlungsklagen

Praxis-Beispiel Rückständige Hausgelder Die Wohnungseigentümergemeinschaft macht gegen den säumigen Wohnungseigentümer A rückständige Hausgelder in Höhe von 1.500 EUR im Klageweg geltend. Klägerin ist in diesem Fall die Wohnungseigentümergemeinschaft als teilrechtsfähiges Subjekt, denn der Anspruch auf Hausgeldzahlungen betrifft das Verwaltungsvermögen, das der Eigentümergemei...mehr

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Insolvenz im WE / 8 Sonderfall: Schadensersatzanspruch gegen den Insolvenzverwalter

Der Schadensersatzanspruch gegen den Insolvenzverwalter nach § 61 InsO fällt in die Zuständigkeit des Wohnungseigentumsgerichts nach § 43 WEG.[1] Hat jedenfalls der Insolvenzverwalter zu verantworten, dass Wohngeldforderungen der Gemeinschaft aus der Insolvenzmasse nicht voll erfüllt werden können, da er jahrelang nichts oder nur wenig unternommen habe, um Mietzins einzuzieh...mehr

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Zwangsverwaltung (WEG) / 4 Vermietete Eigentumswohnung

Ist die Wohnung des säumigen Eigentümers vermietet, so stehen sämtliche Mieteinnahmen ab dem Zeitpunkt der Zwangsverwaltung nicht mehr dem Wohnungseigentümer, sondern ausschließlich dem Zwangsverwalter zu. Irrtümlich noch an den Eigentümer gezahlter Mietzins ist von diesem an den Zwangsverwalter weiterzuleiten. Achtung Hausgeldschulden beitreiben Grundsätzlich sind Hausgeldsch...mehr

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Rechtsschutzbedürfnis / 2.7 Hausgeldklage

Das Rechtsschutzbedürfnis einer Hausgeldklage wird in aller Regel gegeben sein. Die Tatsache, dass lediglich ein Wohnungseigentümer allein auf Zahlung rückständiger Hausgelder in Anspruch genommen wird und nicht auch andere Hausgeldschuldner, könnte zwar als treuwidrig angesehen werden. Dies ist allerdings keine Frage des Rechtsschutzbedürfnisses, sondern würde im Falle der ...mehr

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Sanktionen gegen Eigentümer / Zusammenfassung

Begriff Sanktionen gegen Wohnungseigentümer setzen bereits begrifflich ein vorangegangenes Fehlverhalten gegenüber der Gemeinschaft voraus, die diese nicht zu dulden hat. Von größter Bedeutung sind in diesem Zusammenhang Belästigungen aufgrund Emissionen durch einzelne Wohnungseigentümer, die zweckbestimmungswidrige Nutzung des Raumeigentums, eigenmächtige bauliche Veränderu...mehr