Littmann/Bitz/Pust, Das Ein... / 3. Art u Höhe der Entschädigung
 

Rn. 16

Stand: EL 132 – ET: 12/2018

Die Entschädigung wird im Regelfall in einer Geldleistung bestehen. Sie kann aber auch in geldwerten Sachleistungen (s § 8 Abs 1 EStG) liegen, etwa der unentgeltlichen Nutzung eines EFH (BFH BStBl II 1988, 525), einer Grundstücksübertragung (BFH BFH/NV 2009, 933) oder der verbilligten Überlassung eines Pkw.

Die Höhe der Entschädigung wird in § 24 Nr 1 EStG nicht betragsmäßig begrenzt. Der Betrag kann die entgangenen oder voraussichtlich entgehenden Einnahmen auch übersteigen. Die Entschädigung ist nicht auf einen angemessen oder billigen Höchstbetrag begrenzt (hA s etwa Wacker in Schmidt, § 24 EStG Rz 11 (37. Aufl); Fischer in Blümich, § 24 Rz 12 (November 2017); aA wohl für § 24 Nr 1 Buchst b EStG BFH BStBl II 1976, 490). Für Ausgleichszahlungen an Handelsvertreter ergibt sich aus § 89b HGB eine Obergrenze, die auch für die steuerliche Beurteilung maßgeblich ist (s Rn 63).

 

Rn. 17

Stand: EL 132 – ET: 12/2018

Die Entschädigung braucht nicht einheitlich geleistet zu werden. Sie kann in sachlicher und zeitlicher Hinsicht aus mehreren Teilen bestehen und unterschiedlichen Tatbeständen des § 24 Nr 1 EStG zuzuordnen sein. So kann etwa anlässlich der Auflösung eines Arbeitsverhältnisses eine Abfindung für den entgehenden Arbeitslohn (§ 24 Nr 1 Buchst a EStG) gezahlt werden und zusätzlich eine Zahlung für die Einhaltung eines Wettbewerbsverbotes (§ 24 Nr 1 Buchst b EStG).

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