Steuerkanzleimanagement: Ma... / 4.4.6 Werbung und bezahlte Sichtbarkeit

Prinzipiell funktionieren Anzeigen für Steuerkanzleien nicht – Ausnahmen bestätigen aber die Regel. Regelmäßig im lokalen Anzeigenblatt zu erscheinen, sichert manchen Kanzleien in mittelgroßen Städten allgemeine Bekanntheit. Jährlich die größte Anzeige in den Gelben Seiten einer Großstadt zu haben, bringt einer anderen Kanzlei jährlich 3- 4 Unternehmermandate. Unter "Werbung und bezahlte Sichtbarkeit" fällt auch – gerade in größeren Orten – die gute Auffindbarkeit durch Suchmaschinen im Internet und Social Media. Hier sind Fotos und Videos im Verhältnis zu rein textlichen Darstellungen immer wichtiger geworden.

Investitionen dieser Art sind zwar zunehmendem Wettbewerb ausgesetzt, weil viele Kanzleien darauf setzen, mit guter PR-Arbeit ist es aber durchaus Erfolgversprechend. Denn z. B. auch bei der Such­maschinenoptimierung (kurz SEO) zählt – wie in allen Bereichen Ihres Marketings – überwiegend der Inhalt. Es gibt bei Werbung und bezahlter Sichtbarkeit nur eine Regel: "Probieren geht über Studieren". Wenn Sie einen Weg finden, über eine überschaubare jährliche Investition regelmäßig (passende) Neu-Mandate zu bekommen, ist das hervorragend! Die meisten Steuerkanzleien werden über diesen Weg eher Geld verbrennen, als erfolgreich Neu-Mandanten zu generieren und Imageaufbau zu erreichen. Klare Grenzen setzt hier das Berufsrecht. Vor allem darf nicht unsachlich und auf den Einzelfall bezogen geworben werden.

Aktivitäten:

  1. Gelbe Seiten und sonstige Print- und Online-Verzeichnisse: Funktioniert nur gut, wenn Ihr Service etwas ist, das Menschen dort nachschlagen würden und Ihre Anzeige eine der auffälligsten ist. Verschwenden Sie kein Geld auf eine kleine Anzeige in einer großen Kategorie.
  2. Website: Eine Website selbst ist mehr ein Werkzeug als eine komplette Strategie. Sie können sich entscheiden, Ihre Website in erster Linie als Online-Broschüre zu benutzen: Besucher mit anderen Strategien dahin verweisen, anstatt zu erwarten, dass sie den Traffic von allein erhält.
  3. Suchmaschinenoptimierung (SEO): Der kostengünstigste Weg, um Besucher auf Ihre Website locken zu können, ist Ihre Website in Suchmaschinen höher zu positionieren. Eine Website aufzubauen beinhaltet eine hohe Dichte an relevanten Suchbegriffen in ihrem Text und bietet mit Artikeln einen Mehrwert. Quellen-Links werden Ihren Rang verbessern.
  4. Web-Verzeichnisse: Ihrer Website in den wichtigsten Verzeichnissen oder in spezialisierten Verzeichnissen, die von Ihren Kunden genutzt werden, zu platzieren, kann Ihre Sichtbarkeit erhöhen. Einige Verzeichnisse erheben eine Gebühr für Ihren Eintrag, andere sind kostenlos.
  5. Pay-per-Click-Werbung: Bei dieser Online-Anzeige zahlen Sie für jeden Klick, den jemand macht, um auf Ihre Seite zu gelangen. Die Kosten können sich schnell summieren. Bewerten Sie also Ihren möglichen Rücklauf sorgfältig, bevor Sie diese Option wählen.
  6. Direct-Mail: Post-Massensendungen haben bei weitem nicht die Auswirkungen wie persönliche Briefe und sind oft Geldverschwendung. Erwägen Sie stattdessen, Ihre Zielgruppe einzuschränken und Direkt-Kontakt-Taktiken einzusetzen.
  7. Automatische Mailingsysteme: Wenn Sie auf Massenkontakte setzen, werden Sie heute um automatische Mailingsdienste nicht herumkommen. Diese ermöglichen Ihnen – meist im Zusammenspiel mit Ihrer Homepage und Social-Media-Kanälen – die Inhalte, die Sie für Ihre Zielgruppen generieren, mehr oder weniger automatisiert und dauerhaft zu verbreiten. Voraussetzung ist, dass Ihre Homepage Möglichkeiten hat, in denen Besucher Ihre Kontaktdaten zu diesem Zweck hinterlassen können, was meist nur mit bestimmten Anreizen wie kostenlosen Whitepapern o. ä. ausreichend funktioniert.

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