Reuber, Die Besteuerung der... / 15. Aufteilung des Vorsteuerabzugs bei gemischt genutzten Grundstücken
 

Tz. 314

Stand: EL 115 – ET: 03/2020

Durch § 15 Abs. 1b und 4 UStG (s. Anhang 5) wird die Anwendung des Umsatzsteuerschlüssels als alleiniger Aufteilungsmaßstab erheblich eingeschränkt. Die Aufteilung nach dem Umsatzsteuerschlüssel wird nur noch dann zugelassen, wenn keine andere wirtschaftliche Zurechnung möglich ist. Bevor es zu einer Aufteilung der Vorsteuerbeträge kommt, müssen zunächst die Eingangsleistungen den jeweiligen steuerpflichtigen oder steuerfreien Umsätzen zugeordnet werden (frühere Regelung in R 208 UStR a. F.). Können die Vorsteuerbeträge ausschließlich steuerpflichtigen Umsätzen zugeordnet werden, berechtigen sie zum vollen Vorsteuerabzug. Besteht diese direkte Zuordnung nicht, ist eine entsprechende Aufteilung vorzunehmen. Dies gilt im Umkehrschluss für die nicht zum Vorsteuerabzug berechtigten Umsätze entsprechend. D.h., nur die Vorsteuerbeträge, die nicht direkt zugeordnet werden können, müssen aufgeteilt werden. Sind für die Aufteilung keine anderen Kriterien vorhanden (z. B. Nutzfläche, Kubikmeter umbauter Raum), kann die Aufteilung im Verhältnis der steuerpflichtigen zu den steuerfreien Umsätzen vorgenommen werden.

S. zum Vorsteuerabzug bei Gebäuden auch Abschn. 15.17 Abs. 58 UStAE. Weitere Einzelheiten zum Vorsteuerabzug s. "Vorsteuerbeträge".

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