Reuber, Die Besteuerung der... / 4. Ausbildung von Pferden
 

Rz. 29

Stand: EL 104 – ET: 09/2017

Die entgeltliche Ausbildung von Pferden (z. B. Longieren, Freispringenlassen, Zu- und Bereiten) ist grundsätzlich eine eigenständige (steuerbare) Leistung. Die Einnahmen sind im Einzelfall dem nicht steuerpflichtigen Zweckbetrieb i. S. v. § 65 AO i. V. m. § 67a AO,  Anhang 1b) zuordenbar.

 

Rz. 30

Stand: EL 104 – ET: 09/2017

Durch die Ausbildung von Reitpferden werden erst die Voraussetzungen für

geschaffen.

Da es sich hierbei ggf. um unterstützende oder vorbereitende Leistungen handelt, die ausschließlich und unmittelbar dem definier steuerbegünstigten Satzungszweck dienen, sind Entgelte, die durch den Verein für die Ausbildung vereinnahmt werden, ggf. unter die Steuerbefreiungstatbestände des § 4 Nr. 22 Buchst. b UStG (Anhang 5) bzw. Art. 132 Abs. 1 Buchst. m MwStSystRL einzuordnen. Soweit § 4 Nr. 22 Buchst. b UStG (Anhang 5) bzw. Art. 132 Abs. 1 Buchst. m MwStSystRL nicht eingreift, sind diese Entgelte mit dem ermäßigten Steuersatz nach § 12 Abs. 2 Nr. 8 Buchst. a UStG (Anhang 5) zu versteuern, wenn die dort genannten Voraussetzungen erfüllt sind (Ausbildungsleistungen dienen nicht in erster Linie der Erzielung zusätzlicher Einnahmen, kein unmittelbarer Wettbewerb mit anderen regelbesteuerten Unternehmern).

 

Rz. 31

Stand: EL 104 – ET: 09/2017

Vorsteuerbeträge, die mit der Ausbildung von Reitpferden anfallen, sind bei Eingreifen einer Steuerbefreiung (beispielsweise § 4 Nr. 22 Buchst. b UStG, Anhang 5) für die durch den Verein erbrachten Ausgangsumsätze (Ausbildungsleistungen) nicht zum Abzug zugelassen werden (s. § 15 Abs. 2 Nr. 1 UStG, Anhang 5).

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