Reuber, Die Besteuerung der... / 2. Veranlagungszeitraum/Ermittlungszeitraum
 

Tz. 31

Stand: EL 102 – ET: 04/2017

Die Grundlagen für die Besteuerung, d. h. die Besteuerungsgrundlagen, werden für das jeweilige Kalenderjahr ermittelt, weil die Körperschaftsteuer eine Jahressteuer ist (s. § 7 Abs. 3 Satz 1 KStG, Anhang 3). Die Veranlagung der Körperschaftsteuer erfolgt für das Kalenderjahr der Körperschaftsteuerpflicht. Ermittlungszeitraum für das Einkommen ist das Kalenderjahr, soweit die Körperschaft nicht nach dem Handelsgesetzbuch zur Buchführung verpflichtet ist (s. § 7 Abs. 4 KStG, Anhang 3).

 

Tz. 32

Stand: EL 102 – ET: 04/2017

War die unbeschränkte oder beschränkte Körperschaftsteuerpflicht nicht während des gesamten Kalenderjahres gegeben, gilt der verkürzte Zeitraum als Bemessungs- und Ermittlungszeitraum (Rumpfwirtschaftsjahr).

Veranlagungszeitraum bleibt aber grundsätzlich das Kalenderjahr (s. § 7 Abs. 3 Satz 2 KStG, Anhang 3). Dies gilt auch in den Fällen eines abweichenden Wirtschaftsjahres.

Die Umstellung von einem Kalenderjahr auf ein Wirtschaftsjahr kann nur im Einvernehmen mit der Finanzbehörde vorgenommen werden (s. § 7 Abs. 4 Satz 3 KStG, Anhang 3).

Hinweis:

Bei Körperschaften mit einem vom Kalenderjahr abweichenden Wirtschaftsjahr sind für die Frage, ob die Besteuerungsfreigrenze von 35 000 EUR überschritten wird, die in dem betreffenden Wirtschaftsjahr erzielten Bruttoeinnahmen aus allen wirtschaftlichen Geschäftsbetrieben, die von der Körperschaft unterhalten wurden, maßgeblich; vgl. AEAO zu § 64 Abs. 3 AO TZ 22, Anhang 2.

Das ist nur ein Ausschnitt aus dem Produkt Reuber, Die Besteuerung der Vereine. Sie wollen mehr? Dann testen Sie hier live & unverbindlich Reuber, Die Besteuerung der Vereine 30 Minuten lang und lesen Sie den gesamten Inhalt.


Meistgelesene beiträge