Reuber, Die Besteuerung der... / 2. Steuermessbetragsverfahren
 

Tz. 10

Stand: EL 111 – ET: 04/2019

Durch Anwendung der Steuermesszahl auf den festgestellten Einheitswert wird der Grundsteuermessbetrag durch das Finanzamt festgesetzt. Die Steuermesszahl beträgt für Grundstücke und gewerbliche Betriebsgrundstücke 3,5‰ (§ 15 Abs. 1 GrStG). Bei Einfamilienhäusern beträgt die Steuermesszahl 2,6‰ und bei Zweifamilienhäusern 3,1‰ (§ 15 Abs. 2 GrStG).

 

Tz. 11

Stand: EL 111 – ET: 04/2019

Im Steuermessbetragsverfahren wird u. a. auch über die persönliche und sachliche Steuerpflicht entschieden (§ 184 Abs. 1 AO, Anhang 1b).

Das Finanzamt entscheidet beispielsweise, ob Grundsteuerpflicht besteht bzw. für ein Grundstück eine Steuerbefreiungsvorschrift greift. Grundsteuermessbescheide sind Folgebescheide i. S. v. § 182 Abs. 1 AO (Anhang 1b), soweit ihnen gesonderte Feststellungen (= Einheitswert) zugrunde liegen. Sie sind aber auch Grundlagenbescheide für die von ihnen abhängigen Steuerbescheide, wie den Grundsteuerbescheid.

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