Umsatzsteuerliche Behandlung von Surf- und Segelkursen

Das FG Hamburg hat dem EuGH im Wege des Vorabentscheidungsverfahrens die Frage vorgelegt, ob und in welchem Umfang Surf- und Segelkurse nach der Mehrwertsteuersystemrichtlinie von der Umsatzsteuer befreit sind.

Der Kläger des Ausgangsverfahrens betrieb eine Surf- und Segelschule. An den Kurse nahmen überwiegend Privatpersonen, aber auch Schulklassen im Rahmen von Klassenreisen teil. Die Kurse waren insoweit teilweise Bestandteil des Sportunterrichts. Außerdem buchten Hochschulgruppen Kurse, beispielsweise im Rahmen der Sportlehrerausbildung. Der Kläger bot für seine Kursteilnehmer auch Übernachtungsmöglichkeiten an. Er vertritt die Auffassung, dass seine Kurse nebst Beherbergungsleistungen nach nationalem und nach Unionsrecht von der Umsatzsteuer befreit seien.

Keine Steuerbefreiung nach nationalem Recht

Das FG Hamburg verneint in seinem Beschluss eine Steuerbefreiung nach nationalem Recht, hält aber eine Berufung des Klägers auf Art. 132 Abs. 1 Buchst. i, j oder h der Mehrwertsteuersystemrichtlinie für möglich. 

FG Hamburg, Beschluss v. 14.12.2018, 6 K 187/17, veröffentlicht am 24.1.2019