Innerorganschaftliche Zinsaufwendungen für den Erwerb einer Beteiligung
Vor dem FG Münster klagte eine GmbH, an der im Streitjahr allein die Beigeladene, eine KG, beteiligt war. Zwischen der Organgesellschaft (GmbH) und der Organträgerin (KG) bestand eine körperschaftsteuerliche Organschaft. Die GmbH erwarb Anteile an einer ausländischen Kapitalgesellschaft, wobei die KG die zur Finanzierung benötigten Geldmittel stellte. Die Klägerin zahlte hierfür Zinsen an die KG.
Teilweise Anerkennung der Zinsaufwendungen
Das Finanzamt erkannte 40 % der Zinsaufwendungen der GmbH auf Ebene der Organträgerin nicht als Betriebsausgaben an, da diese mit teilweise steuerfreien Erträgen im Rahmen des Teileinkünfteverfahrens zusammenhingen.
Die Klägerin argumentierte, dass eine interne Finanzierung zwischen Organgesellschaft und Organträger zu einer "Konfusion" führe, da Zinsaufwand und Zinsertrag bei der Organträgerin aufeinandertreffen und sich gegenseitig aufheben würden. Außerdem forderte sie eine Einschränkung der Anwendung des § 3c Abs. 2 EStG bei solchen organschaftsinternen Vorgängen.
Teileinkünfteverfahren ist anzuwenden
Das FG Münster wies die Klage ab. Es stellte klar, dass § 3c Abs. 2 EStG unabhängig von der Beziehung zwischen Organgesellschaft und Organträger anzuwenden sei. Die Revision zum BFH wurde zugelassen.
FG Münster, Urteil v. 20.11.2024, 9 K 1908/21 F, veröffentlicht am 16.12.2024
-
Antrag auf Aufteilung der Steuerschuld nach § 268 AO ist unwiderruflich
315
-
Erstattungszinsen für Gewerbesteuer als steuerpflichtige Betriebseinnahmen
231
-
Sonderausgabenabzug für einbehaltene Kirchensteuer auf Kapitalerträge aus anderen Einkunftsarten
224
-
Vermietung an den Partner in einer nichtehelichen Lebensgemeinschaft
198
-
Rückwirkender Widerruf eines Bewilligungsbescheids kein rückwirkendes Ereignis
177
-
Umsatzsteuerliche Behandlung von Mitgliedsbeiträgen bei Sportvereinen
164
-
Entgeltlicher Verzicht auf Nießbrauch bei einem vermieteten Grundstück
1581
-
Abschreibung für eine Produktionshalle
134
-
Abzug von Fahrtkosten zur Kinderbetreuung
126
-
Teil 1 - Grundsätze
122
-
Verfassungskonforme Auslegung von § 2 Abs. 1 Satz 2 GewStG
17.03.2026
-
Privatnutzung eines PKW durch einen Gesellschafter-Geschäftsführer
16.03.2026
-
Anforderungen an die tatsächliche Durchführung eines Gewinnabführungsvertrags
16.03.2026
-
Ratenweise Erfüllung einer Abfindung für einen lebzeitigen Pflichtteilsverzicht
16.03.2026
-
Bundesverfassungsgericht veröffentlicht Jahresvorausschau 2026
13.03.2026
-
Alle am 12.3.2026 veröffentlichten Entscheidungen
12.03.2026
-
Differenzierende Grundsteuer-Hebesätze in Hilden rechtswidrig
11.03.2026
-
VG Düsseldorf: Beihilferecht sperrt Überbrückungshilfen III, III Plus und IV
11.03.2026
-
Vorsteuerabzug bei Factoringleistungen
11.03.2026
-
Grundsteuer-Musterverfahren beim Bundesverfassungsgericht
09.03.2026