Verfallene Prepaid-Guthaben aus Mobilfunkverträgen
Restguthaben aus Prepaid-Verträgen
Im entschiedenen Fall hatte die Klägerin über eine Organgesellschaft (A) Mobilfunkdienste verkauft, u. a. durch den Verkauf wiederaufladbarer Prepaid-Karten. Verblieben nach Auslaufen der Prepaid-Verträge Restguthaben der Kunden, konnten sie diese von A zurückfordern. Doch in der Praxis ließen sie viele Kunden verfallen.
Restguthaben aus Prepaid-Verträgen, die endgültig beim (Mobilfunk-)Provider verbleiben, stellen nach der Entscheidung des FG bei diesem ein umsatzsteuerpflichtiges Entgelt für von ihm während der Laufzeit des Prepaid-Vertrages gegenüber seinen Kunden erbrachte Leistungen dar.
Umsatzsteuerpflichtige Entgelte
Das Gericht entschied, dass die verfallenen Guthaben als Entgelt für die zuvor erbrachten Leistungen in Form der Bereitstellung der Netzinfrastruktur und der Mobilfunkdienste zu betrachten sind. Auch wenn die Klägerin argumentierte, dass die Leistungen unentgeltlich erfolgten und die Restguthaben wie ungenutzte Mehrzweckgutscheine zu behandeln seien, folgte das Gericht dieser Argumentation nicht.
Stattdessen berief es sich auf ein BFH-Urteil v. 10.4.2019, XI R 4/17, das eine ähnliche Sachlage behandelte.
Die Revision gegen das Urteil ist beim BFH unter dem Az. V R 20/24 anhängig.
Schleswig-Holsteinisches FG, Urteil v. 17.9.2024, 4 K 26/22, veröffentlicht mit Newsletter I/2025
-
Zeitpunkt der Vereinnahmung gemäß § 13 Abs. 1 Nr. 1 Buchst. b UStG bei Überweisungen
407
-
Vorsteuerabzug bei Betriebsveranstaltungen
307
-
Vermietung an den Partner in einer nichtehelichen Lebensgemeinschaft
279
-
Sonderausgabenabzug für einbehaltene Kirchensteuer auf Kapitalerträge aus anderen Einkunftsarten
241
-
Antrag auf Aufteilung der Steuerschuld nach § 268 AO ist unwiderruflich
217
-
Abschreibung für eine Produktionshalle
178
-
Abzug von Fahrtkosten zur Kinderbetreuung
177
-
Fahrten zwischen Wohnung und Betriebsstätten bei Selbstständigen
1721
-
Selbst getragene Kraftstoffkosten bei der 1 %-Regelung
161
-
Entgeltlicher Verzicht auf Nießbrauch bei einem vermieteten Grundstück
1361
-
Geldgeschenk zu Ostern i. H. von 20.000 EUR
16.01.2026
-
Prüfung der Behaltensfrist erbschaftsteuerbegünstigten Vermögens
16.01.2026
-
Energiepreispauschale auch für Rentner einkommensteuerpflichtig
15.01.2026
-
Passivität des Investors maßgebend für Eingreifen der Beschränkungen des § 15b EStG
15.01.2026
-
Alle am 15.1.2026 veröffentlichten Entscheidungen
15.01.2026
-
Keine gewerbesteuerliche Hinzurechnung für Werbung auf Bussen und Bahnen
14.01.2026
-
Kindergeld bei fehlender Mitwirkung der ausländischen Verbindungsstelle
14.01.2026
-
"Unechte" Realteilung beim Ausscheiden einer Mitunternehmerkapitalgesellschaft
12.01.2026
-
Behandlung von GmbH-Anteilen des Mitunternehmers als Sonderbetriebsvermögen II
12.01.2026
-
Aufwendungen für einen KFZ-Stellplatz im Rahmen einer doppelten Haushaltsführung
12.01.2026