Hartz/Meeßen/Wolf, ABC-Führ... / 3. Besonderheiten des Verfahrens
 

Rz. 121

Stand: EL 101 – ET: 12/2013

Bei der Inanspruchnahme des Altersvorsorge-Eigenheimbetrags (> Rz 112 ff) hat der Zulageberechtigte/Stpfl die Verwendung für selbstgenutztes Wohneigentum bei der ZfA (> Rz 84) zu beantragen und die notwendigen Nachweise zu erbringen. Dabei muss er bestimmen, welchem von mehreren Verträgen der Eigenheimbetrag entnommen werden soll (§ 92b Abs 1 EStG).

Für den Antrag gilt eine Frist von 10 Monaten vor dem Beginn der Auszahlungsphase des Altersvorsorgevertrags (§ 92b Abs 1 Satz 1 EStG). Damit soll dem Anbieter Zeit zur Information des Zulageberechtigen/Stpfl und zur Festlegung der Auszahlungsmodalitäten gegeben werden.

 

Rz. 122

Stand: EL 101 – ET: 12/2013

Die ZfA unterrichtet den Anbieter des Vertrags, aus dem der Eigenheimbetrag entnommen werden soll, und den Zulageberechtigten/Stpfl, welche Beträge förderungsunschädlich ausgezahlt werden können (§ 92b Abs 1 Satz 3 EStG). Sobald diese Mitteilung beim Anbieter eingegangen ist, darf er den Altersvorsorge-Eigenheimbetrag auszahlen (§ 92b Abs 2 Satz 1 EStG).

 

Rz. 123

Stand: EL 101 – ET: 12/2013

Damit im Fall eines förderschädlichen Verhaltens (zB Aufgabe der Selbstnutzung, > Rz 119) die erforderlichen Daten der ZfA vorliegen, muss der Anbieter des Altersvorsorgevertrags, aus dem entnommen wird, den Auszahlungszeitpunkt, den Auszahlungsbetrag, die Summe der bis zu diesem Zeitpunkt gutgeschriebenen Zulagen, die geleisteten Altersvorsorgebeiträge und den Stand des geförderten Altersvorsorgevermögens im Zeitpunkt der Auszahlung mitteilen (§ 92b Abs 2 Satz 2 EStG).

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