Sonderabschreibung: Rückabwicklung und Korrektur

In bestimmten Fällen muss die in Anspruch genommene Sonderabschreibung rückgängig gemacht werden.Zudem gibt es eine Korrekturmöglichkeit.

Sonderabschreibung muss in drei Fällen rückgängig gemacht werden 

Die in Anspruch genommenen Sonderabschreibungen müssen nach § 7b Abs. 4 EStG in drei Fällen rückgängig gemacht werden:

  • Der Vermieter verstößt gegen die Nutzungsvoraussetzungen innerhalb des 10-Jahres-Zeitraumes,
  • der Vermieter veräußert die Wohnung im 10-Jahres-Zeitraum und muss den erzielten Veräußerungsgewinn nicht versteuern, 
  • die Baukostenobergrenze von 3.000 EUR wird nachträglich dadurch überschritten, dass anschaffungsnahe Herstellungskosten anfallen.

In diesen drei Fallvarianten muss die Abschreibung in voller Höhe (verzinslich) rückgängig gemacht und die bisher in Anspruch genommene lineare AfA neu angepasst werden.

Korrekturmöglichkeit nach § 7b EStG

Die Finanzämter können die Steuer- und Feststellungsbescheide, in denen die Abschreibungen berücksichtigt wurden, nach § 7b Abs. 4 Satz 2 EStG aufheben oder ändern. Um eine Änderungssperre aufgrund eingetretener Festsetzungsverjährung auszuschließen, enthält das Gesetz eine Anlaufhemmung für die Festsetzungsfrist der ersten 4 Kalenderjahren der Sonderabschreibung (§ 7b Abs. 4 Satz 3 EStG).

BMF, Schreiben v. 7.7.2020, IV C 3 - S 2197/19/10009 :008