Hessen wertet "Paradise Papers" und neue Datensätze aus
Dies geschehe federführend für die Steuerverwaltungen der anderen Bundesländer, teilte Hessens Finanzminister Thomas Schäfer (CDU) am Sonntag in Wiesbaden mit. Bei den vor genau einem Jahr veröffentlichten "Paradise Papers" geht es um 13,4 Mio. Dokumente über Finanzgeschäfte von Politikern, Prominenten und Konzernen über Briefkastenfirmen in Steueroasen.
Neue Datensätze aus dem Ausland
Über die neuen "Daten-Leaks" wollte der Sprecher des hessischen Finanzministeriums keine näheren Angaben machen. Es handele sich um "Datensätze aus dem außereuropäischen wie europäischen Ausland". Man könne noch nicht sagen, wie "werthaltig" diese Daten für die Steuerbehörden seien. Beispielsweise müsse geklärt werden, inwieweit mögliche Steuervergehen bereits verjährt seien und welche Zusammenhänge aus den Daten tatsächlich herausgelesen werden könnten. Die Ermittlungen würden vom Bundeskriminalamt geführt.
Auslöser für öffentliche Debatte über Steuerpraktiken
Die der "Süddeutschen Zeitung" zugespielten "Paradise Papers" waren von weltweit fast 100 Medien, darunter in Deutschland auch NDR und WDR, ausgewertet und im November 2017 veröffentlicht worden. Zahlreiche Prominente und Konzerne gerieten vor allem mit Transaktionen bei einer Kanzlei auf den Bermudas in eine öffentliche Debatte über ihre Steuerpraktiken.
Prüfing der "Panama Papers" noch nicht abgeschlossen
Hinsichtlich der im April 2016 veröffentlichten "Panama-Papers" habe man bisher Daten zu rund 1.000 Offshore-Gesellschaften an inländische und zu rund 100 Offshore-Gesellschaften an internationale Steuerbehörden weitergeleitet. Auch bei diesen Daten hatte Hessen federführend die Auswertung übernommen. Alleine in Hessen würden derzeit mehr als 100 Fälle aus den "Panama Papers" auf ihre steuerliche Relevanz geprüft.
Einsatz Künstlicher Intelligenz
Im Kampf gegen Steuerhinterziehung untersuche man auch den Einsatz Künstlicher Intelligenz. Am Finanzamt Kassel II-Hofgeismar werde das Ministerium eine Forschungsstelle einrichten. Sie soll prüfen, wie Künstliche Intelligenz zur Auswertung großer Datenmengen eingesetzt werden könne.
In der Erklärung des hessischen Finanzministeriums heißt es, die Auswertung von "Panama Papers", "Paradise Papers" und des zusätzlichen Daten-Leaks werde "noch einige Zeit in Anspruch nehmen". Die Auswertung sei "äußerst komplex", mühsam und langwierig. Es gehe um "mehrere Millionen Dateien".
-
Geänderte Nutzungsdauer von Computerhardware und Software
8.4455
-
0,03 %-Regelung für Fahrten zwischen Wohnung und Tätigkeitsstätte
5.154
-
Umsatzsteuer-Voranmeldungs- und -Vorauszahlungsverfahren 2026
2.768
-
Vereinfachungsregelung für Restaurantdienstleistungen
2.311
-
Steuerbonus für energetische Baumaßnahmen
2.1596
-
Umsatzsteuerliche Behandlung kleiner Photovoltaikanlagen ab 2023
1.925
-
Unterhaltsaufwendungen als außergewöhnliche Belastung
1.467
-
Neue Regeln zur Vorsorgepauschale beim Lohnsteuerabzug ab 2026
1.176
-
1. Neuregelungen ab 2023 und BMF-Schreiben
794
-
Steuerbefreiung von Bildungsleistungen
793
-
Neue DIP-Massendatenschnittstelle Version 2.0
06.02.2026
-
Aktualisiertes FAQ zum Kassengesetz
04.02.2026
-
Änderung des AEAO
03.02.2026
-
Erhaltungsaufwendungen, Anschaffungs- und Herstellungskosten bei Gebäuden
30.01.2026
-
Grundsteuer in den verschiedenen Bundesländern
30.01.2026
-
Digitale Bekanntgabe von Steuerbescheiden
28.01.2026
-
Umsatzsteuerliche Behandlung von dauerdefizitär betriebenen Einrichtungen
23.01.2026
-
Behandlung von Fondsetablierungskosten als Anschaffungskosten
23.01.2026
-
Durchgangserwerb bei einer Geschäftsveräußerung im Ganzen
23.01.2026
-
Fragen und Antworten zur Reform der geförderten privaten Altersvorsorge
23.01.2026