Anwendungsfragen zur Verlängerung der Steuererklärungsfristen

Die Finanzverwaltung erläutert Anwendungsfragen zur Verlängerung der Steuererklärungsfristen und der zinsfreien Karenzzeiten durch das ATAD-Umsetzungsgesetz.

In dem ATAD-Umsetzungsgesetz wurden die sowie die zinsfreien Karenzzeiten für den Besteuerungszeitraum 2020 um drei Monate verlängert.

Fristen für den Besteuerungszeitraum 2020

Zu unterscheiden ist zwischen beratenen und nicht beratene Fällen:

  • Nicht beratene Fälle: Steuer-und Feststellungserklärungen sind grundsätzlich bis 31.7.2021, also sieben Monate nach Ablauf des Kalenderjahres oder sieben Monate nach dem gesetzlich bestimmten Zeitpunkt, abzugeben (§ 149 Abs. 2 Satz 1 AO). Für 2020 gilt eine längere Frist bis 1.11.2021 (vgl. § 108 Abs. 3 AO).
  • Beratene Fälle: Beratene Fälle können sich grundsätzlich bis zum letzten Tag des Monats Februar, in den Fällen des § 149 Absatz 2 Satz 2 AO (vgl. Rn. 2) grundsätzlich bis zum 31.7 des zweiten auf den Besteuerungszeitraum folgenden Kalenderjahres mit der Abgabe der Erklärungen Zeit lassen. Doch für den Besteuerungszeitraum 2020 wurde die Frist bis 31.5.2022 verlängert.

Besonderheiten gelten für Betriebe der Land- und Forstwirtschaft. Unberührt von den Fristverlängerungen bleiben Vorabanforderungen von Steuer- und Feststellungserklärungen.

Das Schreiben erläutert zudem

  • in welchen Fällen ausnahmsweise weitere Fristverlängerungen gewährt werden,
  • was bei vorzeitiger Anforderung von Erklärungen zu beachten ist,
  • wann Verspätungszuschläge festgesetzt werden und
  • welche Verlängerung der zinsfreien Karenzzeiten für den Besteuerungszeitraum 2020 gelten.

BMF, Schreiben v. 20.7.2021, IV A 3 - S 0261/20/10001 :014

Schlagworte zum Thema:  Frist, Steuererklärung