Steigende Teilnahme am Gebärmutterhalskrebs-Screening
Das Gebärmutterhalskrebs-Screening in Deutschland hat von allen Krebs-Früherkennungsuntersuchungen die höchste Inanspruchnahme. GKV-weit wurden 2024 ca. 14,7 Millionen solcher Screening-Untersuchungen durchgeführt. Bei AOK-Versicherten zwischen 25 und 55 Jahren liegt die Teilnahmerate (in einem Zeitraum von vier Jahren von 2021 bis 2024) im Bundesdurchschnitt bei mehr als 80 Prozent. Regional variiert sie zwischen 88,8 Prozent in der niedersächsischen Grafschaft Bentheim und 73,3 Prozent im brandenburgischen Frankfurt/Oder. Nach Einbrüchen in den „Pandemie-Jahren“ ist die Inanspruchnahme des Screenings wieder gestiegen, liegt aber immer noch 1,9 Prozent unter dem Wert von 2019.
Impfschutz gegen HPV noch nicht ausreichend hoch
Einen wirksamen Schutz gegen Gebärmutterhalskrebs bieten HPV-Impfungen. Den Daten des Robert Koch-Instituts zufolge liegt die Rate der vollständig geimpften 15-jährigen Mädchen bei 54,6 Prozent, die der 15-jährigen Jungen bei 34 Prozent. AOK-versicherte Frauen im Alter von 19 Jahren sind zu knapp 60 Prozent mindestens zweimal geimpft, 70 Prozent haben mindestens eine HPV-Impfdosis erhalten. Ziel der Weltgesundheitsorganisation ist es, bis 2030 eine Impfquote von 90 Prozent zu erreichen. Vom 9. bis zum 15. Geburtstag wird die Impfung von den gesetzlichen Krankenkassen übernommen. Die AOKs ermöglichen darüber hinaus mindestens bis zum 18. Geburtstag eine Nachholimpfung.
Weitere Hinweise auf die Wirksamkeit der HPV-Impfung
Die Analyse des WIdO für den Früherkennungsmonitor 2025 zeigt, dass bei gegen HPV geimpften Frauen deutlich weniger Konisationen durchgeführt wurden als bei den ungeimpften. Konisation bezeichnet das chirurgische Entfernen von auffälligem Gewebe, vorrangig von Gebärmutterhalskrebs-Vorstufen, die durch persistierende HPV-Infektionen entstehen. Damit soll verhindert werden, dass sich Krebs entwickelt. Bis zum Alter von 30 Jahren wurden bei 10.000 geimpften AOK-Versicherten 100 Konisationen durchgeführt, bei nicht geimpften waren es 184 Konisationen. Die WIdO-Auswertung gibt somit Hinweise zur Effektivität der HPV-Impfung im Kampf gegen Gebärmutterhalskrebs.
Grundlage für die Analyse bildeten die Daten von Versicherten der ersten drei Jahrgänge, die bei Einführung der Impfung im Jahr 2007 zwischen 13 und 15 Jahre alt waren und zum Ende des Auswertungszeitraumes 2024 ein Lebensalter von 30 Jahren erreicht hatten.
Weil die HPV-Impfung zwar gegen viele, aber nicht gegen alle Hochrisikostämme des Virus schützt, bleibt die Teilnahme an der Früherkennung auch für Geimpfte weiterhin wichtig. Positiv hervorzuheben ist vor diesem Hintergrund, dass die Teilnahmeraten an der Früherkennung bei ungeimpften und geimpften 25- bis 35-jährigen Frauen 2024 laut den vorliegenden Auswertungen annähernd gleich hoch waren.
Der Früherkennungsmonitor steht hier zum kostenlosen Download zur Verfügung.
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