11.11.2013 | Organspende

Mehr Organspendeausweise - weniger Organspenden

Seit der Entscheidungslösung häufiger genutzt: Organspendeausweise
Bild: BZgA

Die Entscheidungslösung bei der Organspende und die Transplantationsskandale schlagen sich in den Zahlen zur Organspende nieder. Positiv: Mehr Menschen beschäftigen sich mit einer Organspende und nutzen den Organspendeausweis. Negativ: Die Organspendezahlen sind in der Krise.

Immer mehr Deutsche tragen nach einem Bericht des Magazin FOCUS einen Organspendeausweis bei sich. In den ersten 6 Monaten dieses Jahres besaßen 14,2 % der Patienten, die als hirntot galten und als Spender infrage kamen, einen Organspendeausweis. Vor 3 Jahren hatten nur 7,3 % der potentiellen Organspender ein entsprechendes Dokument.

Die Zahlen stammen aus einem im Vorfeld des Jahreskongresses der Deutschen Stiftung Organtransplantation (DSO) am 11./12.11.2013 in Berlin erstellten Bericht.

Zahl der Organspenden auf Rekordtief

Die Zahl der tatsächlichen Organspenden geht den zahlreichen Transplantationsskandalen und den Unregelmäßigkeiten bei den Organvergaben zurück (s. auch News v. 11.3.2013). Zwischen Anfang Januar und Ende August 2013 sank die Zahl der Organspenden um 19 % im Vergleich zum Vorjahreszeitraum.

Erfolg der Entscheidungslösung zur Organspende

Seit Inkrafttreten der im Transplantationsgesetz vorgesehenen Entscheidungslösung schreiben die Krankenkassen ihre Versicherten zur Organspende an.

Tipp: Weitere Informationen zu den Regelungen zur Organspende finden Sie im Top-Thema Transplantation.

Den Versicherten werden Informationen zur Organspende und ggf. ein Organspendeausweis beispielsweise im Zusammenhang mit einer neuen elektronischen Gesundheitskarte zugeschickt. Den Versicherten bleibt es jedoch freigestellt, ob sie den Organspende-Ausweis ausfüllen und bei sich tragen oder nicht.

Schlagworte zum Thema:  Organspende, Organspendeausweis, Transplantationsgesetz

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