20.07.2012 | Top-Thema Wie Fahrlässigkeit den Versicherungsschutz gefährdet

Schuldunfähigkeit

Kapitel
Alkohol kann zu Schuldunfähigkeit führen
Bild: Haufe Online Redaktion

Kann ein Versicherungsnehmer beweisen, dass er schuldunfähig im Sinne des § 827 BGB ist, ist das normalerweise auch auf die Regelung des § 81 des Versicherungsvertragsgesetzes zur Herbeiführung eines Versicherungsfalls anwendbar (vgl. Römer/Langheid, Versicherungsvertragsgesetz, Kommentar, 3. Auflage, § 81, Rz. 87-88).

Bekannt sind die Fälle, in denen eine alkoholbedingte Zurechnungsunfähigkeit zu einer Schuldunfähigkeit führt. In diesen Fällen muss der Versicherungsnehmer beweisen, dass er sich nicht vorsätzlich oder grob fahrlässig in einen stark alkoholisierten Zustand versetzt hat.

Gelingt ihm dies, kann er darauf hoffen, dass die Versicherung den Schaden bezahlt. Die Rechtsprechung geht davon aus, dass bei einer Alkoholkonzentration von drei Promille und mehr eine Schuldunfähigkeit vorliegen kann.

Schlagworte zum Thema:  Alkohol, Grobe Fahrlässigkeit, Fahrlässigkeit, Versicherungsleistung, Versicherungsschutz

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