ZAP 17/2015, Rechtsprechung... / 3. Externe Teilung/Bagatellgrenze

Das OLG Brandenburg (FamRZ 2015, 928) stellt klar, dass bei einer externen Teilung i.d.R. ein Absehen vom Ausgleich nach § 18 Abs. 2 VersAusglG ausscheidet, auch wenn der Ausgleichswert die Bagatellgrenze nicht übersteigt. Bei der Ausübung des Ermessens über die Durchführung des Versorgungsausgleichs nach § 18 Abs. 2 VersAusglG ist das Ziel des Gesetzgebers, die Versorgungsträger vor einem unverhältnismäßigen Aufwand zu schützen, zu berücksichtigen. Ist ein Anrecht auf Verlangen des Versorgungsträgers extern zu teilen, entfällt ein wesentlicher Teil des vom Gesetzgeber in den Blick genommenen Verwaltungsaufwandes. Der Halbteilungsgrundsatz gebietet es, den Versorgungsausgleich trotz der Geringfügigkeit eines Anrechts durchzuführen, wenn der gesetzgeberische Zweck, Verwaltungsaufwand zu ersparen, nicht oder nur in geringem Umfang erreicht werden kann (BGH FamRZ 2012, 610).

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