Teileigentum / 3 Welche Gebäude sind nicht teileigentumsfähig?

Teileigentum an Teilen des Gebäudes, die für dessen Bestand oder Sicherheit erforderlich sind, sowie an Anlagen und Einrichtungen, die dem gemeinschaftlichen Gebrauch der Wohnungseigentümer dienen, schließt § 5 Abs. 2 WEG aus. Stützmauern bzw. tragende Innen- und Außenwände, Dächer, Fundamente und Schornsteine sind damit nicht teileigentumsfähig.

 

Praxis-Beispiel

Waschküche, Zentralheizungsraum, Heizungsanlage, Zugänge und Treppenhäuser

Die von allen benutzte Waschküche, der Zentralheizungsraum, die Heizungsanlage sowie allgemein genutzte Zugänge und Treppenhäuser sind kein Teileigentum (BGH, Urteil v. 3.11.1989, V ZR 143/87, NJW 1990 S. 447).

 

Praxis-Beispiel

Balkonbrüstungen und Geländer

Anders als Dachterrassen und Balkone sind die Balkonbrüstungen oder das Balkongeländer stets gemeinschaftliches Eigentum (OLG Düsseldorf, Beschluss v. 21.12.1998, 3 Wx 418/98, WuM 1999 S. 349).

 

Praxis-Beispiel

Hauptversorgungsleitungen, Flure, Estrich

Nicht teileigentumsfähig sind des Weiteren Hauptversorgungsleitungen, gemeinschaftlich genutzte Flure, der Estrich, und zwar auch dann, wenn er im Sondereigentum verlegt ist (OLG Hamm, Beschluss v. 13.8.1996, 15 W 115/96, ZMR 1997 S. 193).

 

Praxis-Beispiel

Grundstück und unbebaute Grundstücksflächen

Teileigentum kann nicht am Grundstück und nicht an unbebauten Grundstücksflächen gebildet werden (OLG Hamm, Rpfleger 1975 S. 27 ff.)

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