Rz. 648

Die Regelung unter § 10 des Vertragsmuster stellt sicher, dass der Verleiher die Erfüllung seiner gesetzlichen Verpflichtungen nach § 11 Abs. 1 S. 1 AÜG i.V.m. § 2 Abs. 1 S. 1 NachwG belegen kann. Danach muss der Verleiher dem Leiharbeitnehmer den Leiharbeitsvertrag aushändigen. Zudem muss er ihm das Merkblatt der Bundesagentur für Arbeit über den wesentlichen Inhalt des Arbeitnehmerüberlassungsgesetzes übergeben, § 11 Abs. 2 S. 1 AÜG. Soweit es sich nicht um einen deutschen Leiharbeitnehmer handelt, muss der Verleiher dem Leiharbeitnehmer den schriftlichen Vertrag sowie das Merkblatt der Bundesagentur für Arbeit über den wesentlichen Inhalt des Arbeitnehmerüberlassungsgesetzes in seiner Muttersprache aushändigen, soweit dies vom Leiharbeitnehmer gewünscht wird. Soweit der Leiharbeitsvertrag eine Inbezugnahme auf Tarifverträge beinhaltet, sollten auch diese an den Leiharbeitnehmer übergeben werden, um rechtliche Diskussionen zum Transparenzgebot zu vermeiden.

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