Prof. Dr. Michael Frese

PERSONALquarterly: Herr Frese, bewusst provokativ gefragt: „Fehlerkultur“ ist zum Modewort geworden und wird oft auf „Fehler feiern“ verkürzt. Liegt hier ein Missverständnis vor? Und was meinen Sie, wenn Sie von „Fehlermanagement“ sprechen?

Michael Frese: Der Begriff „Fehlerkultur“ gefällt mir eigentlich nicht besonders gut, denn es gibt ja keine Kultur, die sagt: „Fehler sind toll, jetzt müssen wir mehr Fehler machen.“ Deshalb habe ich immer von „Fehlermanagementkultur“ gesprochen und halte das für den besseren Begriff.

Fehler können sowohl positive als auch negative Konsequenzen haben; das ist etwas Janusköpfiges. Die meisten Fehler sind Abweichungen von dem, was man eigentlich erreichen möchte, also betrachtet man sie zunächst einmal als negativ und versucht, sie zu vermeiden. Ich bin deshalb immer davon ausgegangen: Fehlervermeidung wird ohnehin betrieben. Aber gibt es auch positive Effekte, die Fehler haben können? Da ist zum einen der Punkt Kreativität und Entrepreneurship mit alle...

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Dies ist ein Beitrag aus der Zeitschrift PERSONALquarterly.
PERSONALquarterly 4/2026

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