08.05.2017 | Umfrage

Noch viel Verbesserungsbedarf beim Onboarding

Onboarding beginnt nicht erst am ersten Arbeitstag.
Bild: Pixabay

Onboarding, also das "An Bord holen" neuer Mitarbeiter, ist entscheidend für einen erfolgreichen Abschluss des Recruiting-Prozesses. Doch in der Praxis ist der Onboarding-Prozess in vielen Unternehmen wenig systematisch und wenig innovativ, wie eine aktuelle Umfrage unter HR-Verantwortlichen zeigt.

Gerade die ersten Wochen an einem neuen Arbeitsplatz sind wichtig, um neue Mitarbeiter langfristig zu binden. Schon am ersten Arbeitstag denken circa 15 Prozent aller Neuen an Kündigung. Bei den Führungskräften ist die Fluktuation innerhalb der ersten 18 Monate noch deutlich höher. Wie also können Unternehmen, HR-Verantwortliche oder Führungskräfte das „Onboarding“ eines neuen Mitarbeiters so gestalten, dass es nicht zu vorzeitigen Kündigungen oder zu Demotivation in dieser frühen Phase kommt?

Viel Verbesserungspotenzial beim Onboarding

In einer Umfrage, an der zwischen Februar und April 2017 insgesamt 227 HR-Verantwortliche teilgenommen haben, hat die Haufe Gruppe ermittelt, welche Bedeutung Onboarding in den Unternehmen hat, welche Onboarding-Maßnahmen die Unternehmen bereits bei der Mitarbeitergewinnung nutzen und wo noch Optimierungspotenzial besteht. Das Ergebnis ist deutlich: Die große Mehrheit (nämlich 84 Prozent) der befragten HR-Verantwortlichen sehen Verbesserungspotenzial bei ihrem derzeitigen Onboarding-Prozess.

Professioneller Onboarding-Prozess selten

Wie wenig verbreitet ein professioneller Onboarding-Prozess derzeit in den Unternehmen ist, zeigt sich auch daran, dass die wenigsten Firmen dafür ein Extra-Budget bereitstellen. 86 Prozent der HR-Verantwortlichen geben an, dass sie kein eigenes Budget für den Onboarding-Prozess zur Verfügung haben.

Dabei sehen die Unternehmen den Nutzen von Onboarding-Maßnahmen durchaus: Immerhin 85 Prozent derjenigen Unternehmen, die bereits Onboarding in irgendeiner Form einsetzen, glauben, dass durch ihre Maßnahmen die fachliche und soziale Integration eines neuen Mitarbeiters verbessert und beschleunigt werden kann.

Onboarding-Maßnahmen wenig innovativ

Es gibt zwar eine ganze Reihe an hilfreichen Onboarding-Maßnahmen. Allerdings setzen die befragten HR-Verantwortlichen bislang hauptsächlich die Klassiker ein: Einführungsveranstaltungen, Mitarbeiter-Events und Weiterbildungsmaßnahmen. Auch die Führungskräfte sind wenig kreativ. Sie setzen in der Regel ebenfalls nur auf die klassischen Maßnahmen wie Einarbeitungsplan, regelmäßige Feedbackgespräche, und Zielvereinbarungen in der Probezeit.

Onboarding-Software noch kaum verbreitet

Die wenigsten Unternehmen setzen bislang auf Software-Unterstützung beim Onboarding-Prozess. Bislang war dies nur in zwölf Prozent der befragten Unternehmen eine Option im Kampf um neue Talente, 88 Prozent setzen bisher nicht auf Software-Unterstützung.

Zum Download:

Die vollständigen Ergebnisse der Umfrage sowie Handlungsempfehlungen zur Verbesserung des Onboarding-Prozesses finden Sie im Whitepaper "Onboarding-Umfrage 2017", das Sie hier herunterladen können.

 

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Schlagworte zum Thema:  Onboarding, Candidate Experience, Personalcontrolling

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